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Ukrainekrieg: Russland setzt angeblich Laserwaffen gegen Drohnen ein

Russische Hochenergielaser sollen auch Satelliten blenden. US-Landstreitkräfte montieren kleinere Systeme auf Panzer, Rheinmetall arbeitet noch daran.

Artikel von Matthias Monroy veröffentlicht am
Das gegen Satelliten gerichtete russische Peresvet-System. (Bild: Russisches Verteidigungsministerium)

Russische Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben im Krieg gegen die Ukraine Laserwaffen ein, um damit Drohnen der Verteidiger auszuschalten. Das erklärte der stellvertretende russische Premierminister, Juri Borissow, am Mittwoch auf einer Konferenz in Moskau. Vermutlich handelt es sich dabei um sogenannte Hochenergielaser (HEL).

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Auch andere Staaten verfügen über derartige Systeme, darunter etwa die USA. Langjährige Forschung und Entwicklung melden auch Hersteller wie die deutsche Rheinmetall. Allerdings verfügen diese noch nicht über eine ausreichende Leistung. Hinsichtlich der russischen HEL ist diese nicht bekannt.

Auch wie groß die in der Ukraine angegriffenen Drohnen waren, erklärte Borissow nicht. Diese seien aber "innerhalb von fünf Sekunden" zerstört worden. Belege für diese Behauptung gibt es auch auf einschlägigen Webseiten von Militäranalysten nicht.

Borissow beaufsichtigt den russischen Verteidigungssektor. Es ist das erste Mal, dass der hohe zivile Beamte den Einsatz einer neuen Waffe in der Ukraine bestätigt, wie das Militärportal Defense News schreibt. Das System werde nun in Serie produziert.

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Spott von Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verglich die Ankündigung mit den "Wunderwaffen", mit denen das Nazi-Deutschland die drohende Niederlage im Zweiten Weltkrieg erfolglos verhindern wollte. "Je deutlicher es wurde, dass sie im Krieg keine Chance hatten, desto mehr Propaganda gab es über eine erstaunliche Waffe, die so mächtig sein würde, dass sie eine Wende herbeiführen würde".

Berichten zufolge ist die Laserwaffe auf einem gepanzerten Lastwagen montiert und wird als Zadira bezeichnet. Westliche Beobachter stellten das System zuerst 2017 auf einer Verteidigungsmesse in Russland fest. Entwickelt wurde die Zadira vom Russischen Föderalen Nuklearzentrum in Sarow in der Region Nischni Nowgorod. Das Zentrum gehört zur staatlichen Atomenergiegesellschaft Rosatom und soll die erste Atombombe der Sowjetunion hergestellt haben.

Größeres System gegen Satelliten

Mit dem Peresvet will Russland außerdem über ein Lasersystem mit deutlich größerer Reichweite verfügen, das allerdings nicht auf Zerstörung ausgelegt ist. Laut Borissow würden damit gegnerische Satelliten in einer Höhe von bis zu 1.500 Kilometern geblendet. Peresvet sei bereits in großem Umfang eingesetzt worden.

Es ist aber unklar, auf wen die Laserwaffe tatsächlich gerichtet wurde. Die Vereinigten Staaten setzen unter anderem Militärsatelliten ein, um den Abschuss von Interkontinentalraketen festzustellen.

Wladimir Putin hatte Peresvet 2018 in seiner Rede zur Lage der Nation erwähnt. Dabei bestätigte der russische Präsident auch die Existenz von Hyperschallwaffen, die nun erstmals im Ukrainekrieg zum Einsatz kamen.

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