Hochenergielaser auf Panzern

Am Montag hat der US-Rüstungskonzern Raytheon über erfolgreiche Tests eines Hochenergielasers der 50-kW-Klasse berichtet, der auf einem Radpanzer montiert ist. Das Gerät ist Teil der Directed Energy Maneuver-Short Range Air Defense (DE M-SHORAD) der US-Landstreitkräfte und beinhaltet ein Radarerfassungssystem und einen Zielsensor. In einer anderen Konfiguration ist die Plattform zudem mit tödlichen Lenkwaffen ausgerüstet.

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Der Laser soll im Test mehrere Mörsergranaten zerstört haben. Auch mehrere kleine, mittlere und sogar große Drohnen seien abgeschossen worden.

Raytheon gehört zu dem größten privaten US-Militärdienstleister KBR, dessen Präsident das HEL-System als "praktisch unendliches Magazin und Kosten von nahezu null pro Schuss" beschreibt. Damit sei es die "bewährte Antwort auf asymmetrische Bedrohungen wie Drohnen und Mörser".

Das Konsortium aus dem Panzerhersteller und Raytheon will noch in diesem Jahr vier Einheiten der Waffe an das Heer ausliefern.

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Möglich sei die Integration auch auf anderen Plattformen an Land, in der Luft und auf See. Im zivilen Bereich könnten damit etwa Flughäfen und Stadien gesichert werden.

Drohnenabwehr aus Unterlüß

Auch Rheinmetall forscht seit Jahren zu Laserwaffen und hat bereits 2013 drei verschiedene Systeme mit einer Leistung von bis zu 50 kW auf einer Vorführung gezeigt.

Am Donnerstag hat der deutsche Rüstungskonzern in einer Pressemitteilung über die Erprobung eines mobilen HEL-Systems von mehr als 10 kW zur Drohnenabwehr berichtet.

Bis Ende 2022 will Rheinmetall das System fertig entwickelt haben. Bei der Bundeswehr soll es dann auf den Radpanzer Boxer montiert werden. Möglich sei auch die Integration in Fahrzeuge anderer Hersteller.

DJI Mini 3 Pro

Rheinmetall will bei dem Test am Standort Unterlüß in Niedersachsen "unterschiedliche Drohnentypen optisch verfolgt und neutralisiert" haben. Die "Kampfentfernungen" hätten bis zu einem Kilometer betragen. Erzielte Ergebnisse seien "mehr als zufriedenstellend" gewesen - mithin nicht optimal.

Mit dem Skyranger 30 HEL plant Rheinmetall, dem Hochenergielaser ähnlich wie der US-Konkurrent Raytheon Lenkwaffen und ein 30mm-Geschütz zur Seite zu stellen. Die Laserwaffenstation soll dabei in einen Panzerturm eingerüstet werden. Auch diese Hybridlösung befindet sich aber noch in der Entwicklung.

In einer ersten Realisierungsphase seien "Laserleistungen von 20 bis 50 kW angedacht". Rheinmetall arbeitet nach eigenen Angaben daran, dies auf bis zu 100 kW zu skalieren.

Eine erste Vorführung im Rahmen eines "Drohnenabwehr-Events" in der Schweiz stieß demnach auf "großes Interesse unter den anwesenden Experten".

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 Ukrainekrieg: Russland setzt angeblich Laserwaffen gegen Drohnen ein
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mxcd 23. Mai 2022 / Themenstart

Auch im Westen wird ja mit Laserwaffen heftig experimentiert und man hofft aufgrund der...

Bluto 21. Mai 2022 / Themenstart

Russland kann nur Vodka und Raketentriebwerke. Wenn dieser Laser keine Ente ist und...

violator 21. Mai 2022 / Themenstart

https://www.youtube.com/watch?v=3E2VzrV9WRs

Sharra 20. Mai 2022 / Themenstart

Wenn nicht die 1. Drohne bereits den Standort der zusammengeschusterten Taschenlampe...

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