Ukrainekrieg: Putin verbietet ausländische Antivirenprogramme ab 2025

Eine neue russische IT-Sicherheitsstrategie soll die Nutzung ausländischer Software und Technik auf ein Minimum reduzieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Putin will nur noch russische Sicherheitssoftware.
Putin will nur noch russische Sicherheitssoftware. (Bild: methodshop/Pixabay)

Russlands Präsident Wladimir Putin beklagt eine Zunahme von Cyberangriffen gegen Russland seit Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine. "Im Grunde wurde gegen Russland eine echte Aggression, ein Krieg in der IT-Sphäre gestartet", sagte er am 20. Mai auf einer im Staatsfernsehen übertragenen Sitzung des nationalen Sicherheitsrats.

Stellenmarkt
  1. Junior Network Engineer - Connectivity (m/w/d)
    STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart, Köln
  2. IT-Spezialist (w/m/d) mit Schwerpunkt Dienstplanung
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg-Eppendorf
Detailsuche

Nach Ansicht Putins wurden die Angriffe von westlichen Geheimdiensten koordiniert. Für besonders erfolgreich hält er die Hackerangriffe nicht: "Schon heute kann man sagen, dass diese Cyber-Aggression gegen uns, wie auch die Sanktionsattacken gegen Russland, insgesamt gescheitert sind", erklärte Putin.

Dennoch ordnete er aufgrund der anhaltenden Gefahrenlage an, bis 2025 eine neue Sicherheitsstrategie im IT-Bereich umzusetzen. Für eine Digitalisierung der Wirtschaft müssten die Risiken bei der Nutzung ausländischer Software und Technik auf ein Minimum reduziert werden. Die Nutzung ausländischer Antivirenprogramme sei von 2025 an verboten, sagte der russische Präsident.

Mit Beginn des Ukrainekrieges riefen Hacker und Hacktivisten zu Angriffen auf russische Infrastruktur auf, legten etliche Webseiten mit DDoS-Angriffen lahm und veröffentlichten unter anderem interne Daten der deutschen Niederlassung des russischen Energiekonzerns Rosneft sowie der russischen Zensurbehörde Roskomnadsor.

Auch der Westen warnt vor russischen Angriffen und Antivirensoftware

Golem Karrierewelt
  1. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    20.09.2022, Virtuell
  2. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03./04.11.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch im Westen sind Sicherheitsbehörden seit geraumer Zeit alarmiert. So warnten die Five-Eye-Staaten USA, Australien, Kanada, Neuseeland und Großbritannien vor russischen Angriffen auf die IT von Organisationen oder kritischer Infrastruktur in westlichen Staaten. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Zuge des Ukrainekrieges bereits mehrfach vor einer Bedrohung gewarnt.

Das BSI empfahl Behörden und Unternehmen auf den Einsatz von Produkten der russischen Sicherheitsfirma Kaspersky zu verzichten. Durch russische Drohungen gegen EU, Nato und die Bundesrepublik bestünden Zweifel an der Zuverlässigkeit des Herstellers. So könne Kaspersky auch gegen seinen Willen gezwungen werden, Angriffe durchzuführen, erklärte das BSI. In den USA wird ebenfalls vor dem Einsatz der Antivirensoftware gewarnt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


devarni 23. Mai 2022 / Themenstart

Wenn Putin Dinge klein redet kann man immer davon ausgehen das einiges mehr dahinter...

narfomat 23. Mai 2022 / Themenstart

doch, kommt cooler: https://www.youtube.com/watch?v=IIqr94NDeTE

Lapje 23. Mai 2022 / Themenstart

ich würde aber nicht sagen, dass wir generell von Russland abhängig sind. Klar, im Moment...

Lapje 23. Mai 2022 / Themenstart

Wer anderen eine Grube grubt, sich selber in die Hosen pubt. Wer im Glashaus sitzt, der...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
Artikel
  1. Ayn Loki Zero: Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar
    Ayn Loki Zero
    Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar

    Es ist das bisher günstigste Modell in einer Reihe von vielen: Der Loki Zero mit 6-Zoll-Display nutzt einen Athlon-Prozessor mit Vega-Grafik.

  2. Ducati V21L: Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h
    Ducati V21L
    Ducatis elektrische Rennmaschine schafft 275 km/h

    Ducati testet seit einem halben Jahr ein Elektromotorrad für den Rennsport. Der italienische Hersteller nennt Details zu Leistung und Einsatz.

  3. Autonomes Fahren: Fahrerlose Taxis treffen sich und blockieren eine Kreuzung
    Autonomes Fahren
    Fahrerlose Taxis treffen sich und blockieren eine Kreuzung

    Fahrerlose Autos haben manchmal ihren eigenen Willen und können einen Stau verursachen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Top-Spiele-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 32GB 1.700€ • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€) Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /