Ukrainekrieg: Huawei und Ericsson beenden Geschäft in Russland

Huawei und Ericsson haben den Ausstieg aus Russland begonnen. Sie folgen damit Nokia, die das schon länger umsetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Ericcson bei Vertragsschluss mit rusischer MTS am 28. Oktober 2021
Ericcson bei Vertragsschluss mit rusischer MTS am 28. Oktober 2021 (Bild: Ericsson)

Der Telekommunikationsausrüster Huawei hat seine Geschäfte in Russland eingestellt. Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes Russia berichtet, wurde ein Teil der russischen Belegschaft für einen Monat in den Urlaub geschickt, nachdem zuvor alle Bestellungen im Land ausgesetzt wurden. Laut Izvestia kommen 30 bis 40 Prozent der in Russland installierten Mobilfunk-Basisstationen von dem chinesischen Konzern.

Stellenmarkt
  1. SAP Inhouse Consultant / Entwickler FS-CD und FI/CO (m/w/d)
    ADAC IT Service GmbH, München
  2. Senior SAP-Basis Administrator Public Sector (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Nürnberg
Detailsuche

Ein Brancheninsider zeigte sich im Gespräch mit Golem.de wenig überrascht: Huawei habe stets betont, sich an die Sanktionen zu halten, die im Falle Russlands nicht nur von den USA, sondern auch von der EU ausgingen. "Es ist schwer vorstellbar, das Russland-Geschäft fortzuführen und sich gleichzeitig an die Sanktionen zu halten."

Zuvor halbierte Huawei bereits im März die Lieferung ihrer Smartphones nach Russland, berichtet das Onlinemagazin Gizchina unter Berufung auf eine Person mit Kenntnis der Angelegenheit. Nun beabsichtige Huawei, das russische Büro ganz zu schließen. Das Unternehmen nimmt keine Bestellungen mehr entgegen und bereitet sich darauf vor, seine Niederlassung in Russland zu schließen. Die chinesischen Beschäftigten und ein Teil der russischen Spezialisten würden das Territorium Russlands verlassen, der Rest werde Urlaub machen. Für das Konsumgütersegment, das Tablets, Laptops, Smartphones und andere Geräte umfasst, ändere sich vorerst nichts.

Ericsson mit offizieller Bekanntgabe

Ericsson stellt sein Geschäft in Russland auf unbestimmte Zeit ein und hat Mitarbeiter in bezahlten Urlaub geschickt, gab der schwedische Konzern am 11. April 2022 bekannt. Man werde im ersten Quartal eine Rückstellung in Höhe von 900 Millionen Kronen (95 Millionen US-Dollar) für die Wertminderung von Vermögenswerten und anderen Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug verbuchen. Ericsson hat etwa 600 Beschäftigte in Russland, aber keine Produktion. Die Produktionszentren in Europa befinden sich in Estland und Polen.

Golem Karrierewelt
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.10.2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Nokia hatte bereits am 1. März 2022 bekannt gegeben, die Lieferungen nach Russland einzustellen, um den Sanktionen nachzukommen. "Dies ist eine komplexe Situation, die sich schnell entwickelt und wir bewerten sie ständig weiter", sagte ein Sprecher Reuters. Der finnische Konzern beliefert dort MTS (Mobile Telesystems), den größten Mobilfunkbetreiber Russlands, Vimpelcom, Megafon und Tele2. Im November hatte Nokia erklärt, ein Joint Venture mit Yadro, einem russischen Entwickler und Hersteller von Hochleistungsservern und Speichersystemen, zu gründen.

Alle aktuellen Golem.de-Artikel und weitere News zum Ukrainekrieg finden sich in unserem Liveblog.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Galaxy-Z-Serie im Hands-on
Samsungs Fold 4 und Flip 4 mit Top-SoCs und tollen Displays

Samsungs neue Falt-Smartphones sehen ihren Vorgängern sehr ähnlich - technisch gibt es aber einige praktische Neuerungen.
Ein Hands-on von Tobias Költzsch

Galaxy-Z-Serie im Hands-on: Samsungs Fold 4 und Flip 4 mit Top-SoCs und tollen Displays
Artikel
  1. Manipulierte Ausweise: CCC macht Videoident kaputt
    Manipulierte Ausweise
    CCC macht Videoident kaputt

    Hinter dem Stopp von Videoident-Verfahren bei den Krankenkassen steckt ein Hack des Chaos Computer Clubs. Der Verein fordert weitere Konsequenzen.

  2. MEG Ai1300P PCIE5: MSI hat das erste ATX-3.0-Netzteil
    MEG Ai1300P PCIE5
    MSI hat das erste ATX-3.0-Netzteil

    Für doppelte Lastspitzen und mit 12VHPWR-Anschlüssen: Das MEG Ai1300P PCIE5 von MSI ist für AMDs RDNA3 sowie Nvidias Ada ausgelegt.

  3. Datenschutz bei Whatsapp etc.: Was bei Messengerdiensten zu beachten ist
    Datenschutz bei Whatsapp etc.
    Was bei Messengerdiensten zu beachten ist

    Datenschutz für Sysadmins In einer zehnteiligen Serie behandelt Golem.de die wichtigsten Themen, die Sysadmins beim Datenschutz beachten müssen. Teil 1: Whatsapp & Co.
    Eine Anleitung von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Samsung SSD 2TB Heatsink (PS5) 219,99€ • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Gigabyte RTX 3080 Ti 1.089€, Gigabyte RTX 3080 12GB 859€) • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Sharkoon PC-Gehäuse -53% • Philips Hue -46% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /