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Ukrainekrieg: Ericsson entlässt seine Beschäftigten in Russland

Der Konzernchef kündigt das Ende des Betriebs in Russland an. Bislang profitierte Ericsson von Ausnahmeregelungen von den Exportsanktionen.
/ Achim Sawall
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Ericcson bei Vertragsschluss mit russischer MTS am 28. Oktober 2021 (Bild: Ericcson)
Ericcson bei Vertragsschluss mit russischer MTS am 28. Oktober 2021 Bild: Ericcson

400 Beschäftigte von Ericsson in Russland werden bis Jahresende entlassen. Das sagte Konzernchef Borje Ekholm am 26. September 2022 laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) in einer Telefonkonferenz. "Wir haben ihnen den geordneten Abwicklungsprozess erklärt und sie verlassen unser Unternehmen nun schrittweise bis Ende 2022", erklärte er. Ericsson werde die Landesgesellschaft in Russland komplett schließen.

Zuvor wurde berichtet, Ericsson habe etwa 600 Beschäftigte in Russland, aber keine Produktion. Die Produktionszentren in Europa befinden sich in Estland und Polen.

Auf der Hauptversammlung von Ericsson Ende März sagte Ekholm, wir "haben beschlossen, alle Lieferungen an Kunden in Russland und Weißrussland auszusetzen und neue Kundenprojekte dort zu verschieben." Doch dem schwedischen Mobilfunkausrüster wurden seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine bis Mitte August sieben von zwölf Anträgen auf Umgehung von Exportsanktionen gegen Russland stattgegeben, berichtete Radio Schweden vergangene Woche(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Genehmigungen der zuständigen schwedischen Behörde. Die schwedischen Behörden und die Europäische Union haben Ericsson und anderen Unternehmen begrenzte Ausnahmen für die Bereitstellung technischer Hilfe und Software gewährt, die für die Aufrechterhaltung ziviler Telekommunikationsnetze erforderlich sind.

Ekholm bezeichnete den Bericht als "irreführend"

Ericsson-Sprecher Kristoffer Edshage erklärte Radio Schweden: "Diese Genehmigungen bedeuten, dass Ericsson Software und technischen Support bis zum 31. Dezember 2022 liefern kann. Was wir sagen können, ist, dass Ericssons Kunden in Russland seit Einführung der Sanktionen keine Hardware erthalten." Weitere Details wollte das Unternehmen nicht nennen und verwieß aus Wettbewerbsgründen auf Vertraulichkeit.

Ekholm bezeichnete den Bericht als "irreführend". Er erklärte, die Ausnahmen würden bis Ende des Jahres auslaufen und seien "im Einklang mit unseren humanitären Verpflichtungen. Westliche Regierungen sind sich darüber im Klaren, wie wichtig es ist, den Internetzugang und den Informationsfluss für die Menschen in Russland aufrechtzuerhalten." Infolgedessen leiste man die notwendige Unterstützung für die Aufrechterhaltung ziviler Netzwerke in Übereinstimmung mit den geltenden Sanktionen.


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