Ukrainekrieg: Deutsche Bank holt IT-Experten aus Russland

Während der Ukrainekrieg anhält, baut das Unternehmen ein neues Technologiezentrum in Berlin auf.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Die Deutsche Bank beschäftigte 1.500 Programmierer in Russland.
Die Deutsche Bank beschäftigte 1.500 Programmierer in Russland. (Bild: Justus Menke/Unsplash)

Wie das Handelsblatt berichtet, hat die Deutsche Bank nun eine "mittlere dreistellige Zahl" von Programmierern nach Deutschland geholt.

Insgesamt beschäftigte die Deutsche Bank zuletzt rund 1.500 Programmierer an mehreren Standorten in Russland, denen eine Stelle in Deutschland angeboten wurde. Laut Informationen des Handelsblatts ist "eine hohe dreistellige Zahl" an dem Angebot interessiert. Die russischen Fachkräfte werden im neu gegründeten Technologiezentrum in Berlin arbeiten.

Schon in ihrem im April 2022 veröffentlichten Quartalsbericht thematisierte die Deutsche Bank ihre Standorte in Russland. Man habe "Maßnahmen ergriffen, um unser Engagement in diesem Technologiezentrum zu verringern, u. a. durch die Verlagerung von Aktivitäten an andere Standorte." Das Unternehmen befürchte durch die Sanktionen einen Verlust von Technologieressourcen, dem das Angebot an die russischen Fachkräfte nun wohl entgegenwirken soll. Seit 2001 lagert die Deutsche Bank Teile ihrer IT-Entwicklung nach Russland aus.

Fachkräftemangel in Russland verschärft sich

Ein ähnliches Angebot hat auch die Deutsche Telekom ihren russischen Mitarbeitern gemacht. Im April 2022 habe ein Großteil der Beschäftigten das Angebot bereits angenommen, von Standorten außerhalb Russlands zu arbeiten. Dennoch hat die Deutsche Telekom bis zur endgültigen Schließung seiner Standorte im nächsten Jahr weiterhin eine große Anzahl Beschäftigter in Russland.

Laut dpa hat das Auswärtige Amt bis Anfang Mai 2022 bereits Hunderte Visa für russische Fachkräfte ausgestellt. Seit Beginn des Ukrainekriegs scheint sich der IT-Fachkräftemangel in Russland zu verschärfen, da viele von ihnen das Land verlassen.

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