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Ukrainekrieg: Auterion und Skyfall liefern 50.000 KI-Drohnen

Auterion und der ukrainische Hersteller Skyfall wollen rund 50.000 Angriffs-Drohnen an die Ukraine liefern.
/ Michael Linden
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Skyfall Shrike (Bild: Auterion)
Skyfall Shrike Bild: Auterion

Im Abwehrkampf gegen Russland bahnt sich damit einer der größten Drohnenaufträge der vergangenen Zeit an. Nach Informationen der F.A.Z. bündeln das amerikanisch-europäische Unternehmen Auterion und der ukrainische Hersteller Skyfall dafür ihre Kräfte(öffnet im neuen Fenster).

Was ist geplant? – 50.000 Drohnen mit KI-Steuerung

Die Aufgabenteilung ist klar geregelt. Skyfall baut die Multicopterdrohne vom Typ Shrike, Auterion rüstet die Geräte mit dem System Skynode aus. Dahinter steckt eine Box, die die Steuerungssoftware vor Störversuchen schützen soll. Später soll sie auch Schwarmeinsätze mehrerer Drohnen ermöglichen.

Auterion-Chef und Mitgründer Lorenz Meier nennt die Kooperation laut FAZ die bislang größte in der Firmengeschichte. Der Westen steigere seine Wirkung derzeit eher über Software als über neue Hardware, so seine Einschätzung. Skyfall-Chef Mykola Makovieiev sieht das ähnlich. Erst die Software von Auterion mache aus dem Produktionsvolumen seines Unternehmens tatsächliche Wirkung auf dem Schlachtfeld. Skyfall zählt zu den wichtigsten Drohnenherstellern der Ukraine.

Schwarmfähigkeit gegen Störsender

Schwarmfähigkeit gilt derzeit als eine der gefragtesten Eigenschaften militärischer Drohnensysteme. Mehrere Drohnen sollen ein Ziel dabei weitgehend eigenständig angreifen, ohne dass ein Pilot jede einzeln steuert. Bislang dominieren in der Ukraine sogenannte First-Person-View-Drohnen.

Werden die Funksignale zwischen Pilot und Drohne gestört, kann künstliche Intelligenz beim Zielanflug einen Teil des Ausfalls kompensieren. Ein weitgehend autonomer Angriff mehrerer Drohnen im Verbund bleibt dagegen technisch anspruchsvoll. Über Drohnenschwärme werde zwar viel gesprochen, geliefert habe bislang aber noch niemand außer seinem Unternehmen, sagte Meier der FAZ. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Pentagon Auterion beauftragt, für 50 Millionen Dollar KI-Einheiten für 33.000 Drohnen in der Ukraine bereitzustellen.

Wer den aktuellen Auftrag erteilt hat, wollten die Unternehmen nicht offenlegen. Nach Informationen der FAZ stammt er wohl aus Deutschland, Angaben zum Volumen fehlen bislang. Erste Drohnen sind laut Meier bereits im Einsatz, die gesamte Lieferung soll bis zum Herbst abgeschlossen sein.

Auf der Plattform lasse sich die Zahl der Drohnen in einem Verbund nahezu beliebig steigern, so Meier. Man habe bereits 22 Drohnen in einem Schwarm gesteuert und wolle bald 50 demonstrieren. In der Praxis reichten aber meist schon fünf Drohnen je Schwarm aus, weil es häufig darum gehe, ein Ziel wie einen Panzer kampfunfähig zu machen, statt es vollständig zu zerstören.

Als nächsten Schritt nannte Meier den Zusammenschluss einzelner Schwärme zu koordinierten Verbünden, mit denen sich ganze Frontabschnitte angreifen ließen. Zielauswahl und Startbefehl sollen dabei nach seinen Worten auch künftig allein beim Soldaten liegen. Das hält er aus ethischen Gründen für notwendig. Teilautonome Systeme erkennen und schlagen Ziele demnach nur vor, ausgewählt werden sie von den Bedienern.


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