Ukraine: Vodafone umgeht Russland mit Kardesa-Seekabel
Die Vodafone Group und Vodafone Ukraine bauen ein neues Seekabel im Schwarzen Meer, das Russland umgeht und Europa und Asien verbindet. Wie der britische Konzern am 20. Oktober 2025 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , sollen die Arbeiten am Kardesa-Seekabel im Jahr 2027 in Bulgarien beginnen, gefolgt von Anlandungen in der Türkei, Georgien und der Ukraine.
Das Kabelsystem werde in der Ukraine nur in international anerkannten Sicherheitszonen verlaufen. Nahezu 100 Prozent des Landes sind aufgrund des russischen Luftkriegs und der Gefahr von Raketenangriffen auf kritische und zivile Infrastruktur direkt vom Krieg betroffen.
Die Vodafone Group ist selbst Seekabelnetzbetreiber und hat weltweit 70 Seekabel in Betrieb. Das US-Unternehmen Xtera wurde mit der Leitung und Durchführung des Projekts beauftragt, dessen Bau und Installation laut Vodafone mehr als 100 Millionen Euro kosten wird. Das Kardesa-Kabelsystem werde die Übertragungskapazität in der Schwarzmeerregion um über 500 Terabit pro Sekunde erhöhen.
Wer ist der NEQSOL-Konzern in Aserbaidschan?
Vodafone Ukraine gehört nicht zur Vodafone Group, der Eigentümer ist die NEQSOL Holding aus dem autoritären Regime Aserbaidschan, die dem dortigen Milliardär Nasib Hasanov gehört. Hasanov ist alleiniger Eigentümer von NEQSOL und kaufte Vodafone Ukraine im Jahr 2019 für 734 Millionen US-Dollar von dem russischen Telekommunikationskonzern MTS (Mobile Telesystems).
Zu NEQSOL gehören im Telco-Sektor auch der aserbaidschanische Mobilfunkbetreiber Bakcell und der georgische Wholesale Anbieter Caucasus Online, der auch das wichtige Seekabel Caucasus Cable System betreibt. Es verbindet Poti (Georgien) mit Baltschik (Bulgarien). Es ist der einzige direkte Kommunikationsweg für Georgien zum europäischen Internet-Hub in Frankfurt.
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