Ukraine: Lage im ehemaligen AKW Tschernobyl verschlechtert sich

Die IAEA erhält keine Daten mehr aus Tschernobyl und das Personal arbeitet seit zwei Wochen ohne Schichtwechsel.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
In einer Drohnenaufnahme zeigt das russische Verteidigungsministerium den Zustand Tschernobyls am 7. März 2022.
In einer Drohnenaufnahme zeigt das russische Verteidigungsministerium den Zustand Tschernobyls am 7. März 2022. (Bild: EYEPRESS via Reuters Connect)

Das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist seit der Einnahme durch russische Einheiten zunehmend von der Außenwelt abgeschnitten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) berichtete am Dienstag in Wien, dass die Organisation keine Verbindung mehr zu ihren Überwachungsgeräten habe, die sicherstellen, dass in Tschernobyl alles Nuklearmaterial an seinem Platz ist.

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Außerdem meldete die IAEA, dass rund 210 Techniker und lokale Sicherheitsmitarbeiter seit fast zwei Wochen ununterbrochen in dem AKW im Dienst seien, weil unter russischer Kontrolle kein Schichtwechsel durchgeführt worden sei. Die Mitarbeiter hätten zwar Wasser und Nahrung, aber ihre Lage verschlechtere sich immer mehr. Üblich seien für das Personal regelmäßige Schichtwechsel, die zumindest an den anderen noch in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken der Ukraine durchgeführt werden können.

"Ich bin tief besorgt wegen der schwierigen und belastenden Lage der Mitarbeiter im Atomkraftwerk Tschernobyl und wegen der möglichen Sicherheitsrisiken, die damit zusammenhängen", sagte IAEA-Chef Rafael Grossi. In Tschernobyl kam es 1986 zu einem verheerenden Atomunfall. Noch heute werden dort radioaktive Abfälle gelagert. Nachdem russische Truppen am ersten Tag der Invasion der Ukraine das zerstörte Atomkraftwerk in Tschernobyl eingenommen hatten, stieg dort die Strahlung an.

Grossi schlug vor, auf dem AKW-Gelände oder an einem anderen Ort mit russischen und ukrainischen Vertretern Sicherheitsgarantien für ukrainische Atomanlagen auszuhandeln. Bislang sind auch das größte AKW Europas, Saporischschja, und einige andere Einrichtungen mit Beständen von Nuklear-Material von der russischen Invasion betroffen. In Saporischschja kam es sogar zu einem Beschuss. Bisher gab es keinen Austritt von radioaktivem Material.

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