Ukrainekrieg: Youtube sperrt Leugnung der russischen Invasion

Die zu Google gehörende Videostreamingplattform Youtube sperrt ab sofort Inhalte, in denen der Angriff Russlands auf die Ukraine geleugnet wird. "Unser Gemeinschaftrichtlinien verbieten Inhalte, die gut dokumentierte gewalttätige Ereignisse leugnen, verharmlosen oder trivialisieren," sagte ein Youtube-Sprecher am 11. März der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Deshalb entferne man Inhalte über die russische Invasion in der Ukraine, die gegen diese Richtlinien verstießen. "Im Einklang damit sperren wir ab sofort auch Youtube-Kanäle, die mit russischen staatlich finanzierten Medien in Verbindung stehen – und zwar weltweit."
In den staatlichen russischen Medien wird die Invasion in der Regel als friedenserhaltende oder befreiende Spezialoperation bezeichnet. Außerdem wird immer wieder behauptet, dass Kriegsopfer in Wahrheit nur Krisenakteure seien. Diese Propaganda werde nun von Youtube verbannt, teilte das Unternehmen mit. Youtube wird von Menschen in Russland intensiv genutzt, während Facebook dort nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Ausnahmen möglich
Youtube wies gleichzeitig auf Ausnahmen hin. Man könne Inhalte zulassen, die Hassrede enthielten, wenn der Inhalt erzieherischen Charakter habe beziehungsweise einen dokumentarischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Zweck erfülle. Dies sei aber kein Freifahrtschein für die Verbreitung von Hassrede. Der erzieherische Kontext müsse in den Bildern oder im Ton des Videos selbst erscheinen.
Zuvor hatte Youtube bereits weltweit die Kanäle der russischen Staatssender RT und Sputnik gesperrt. Die Regierung in Moskau kritisierte diesen Schritt als Zensur.



