Ukrainekrieg: Weiterer Backbone-Betreiber zieht sich aus Russland zurück

Lumen, vormals Centurylink, will die "Integrität des globalen Internets" schützen und zieht sich sicherheitshalber aus Russland zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Lumen zieht sich aus Russland zurück.
Lumen zieht sich aus Russland zurück. (Bild: Heinz-Peter Bader/Reuters)

Nur wenige Tage nach Cogent kündigt mit Lumen, vormals Centurylink, nun ein weiterer großer Backbone-Betreiber an, sich komplett aus Russland zurückzuziehen. Hintergrund ist die Invasion Russlands in die Ukraine und damit in Verbindung stehende Auswirkungen auf das Geschäft und die Dienste von Lumen.

In der als Frage-Antwort-Liste veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: "Das Leben in Russland hat eine Wendung genommen und Lumen ist nicht in der Lage, auf diesem Markt weiter tätig zu sein." Eigenen Angaben zufolge ist der Umfang der Dienste in Russland durch Lumen jedoch "extrem klein und stark begrenzt". Deshalb würden die Geschäfte nun beendet.

Lumen führt die Entscheidung auf eine unstete Sicherheitslage mit Blick auf die Netzwerke zurück: "Wir haben noch keine Netzwerkstörungen erlebt, aber angesichts des zunehmend unsicheren Umfelds und des erhöhten Risikos staatlicher Maßnahmen haben wir diesen Schritt unternommen, um die Sicherheit unserer Netzwerke und der unserer Kunden sowie die fortlaufende Integrität des globalen Internets zu gewährleisten." Bei Cogent waren als Begründung noch direkt die von der EU verhängten Sanktionen gegen Russland als Begründung genannt worden.

Auswirkungen schwer abschätzbar

Der Rückzug und das Ende des Geschäfts in Russland sollen laut Lumen unmittelbar umgesetzt werden, entsprechende Benachrichtigungen sind demzufolge bereits an die Kunden geschickt worden. Die konkreten Auswirkungen der Ankündigung sind dabei derzeit kaum abzuschätzen.

So zeigt die Netzwerkkarte von Lumen lediglich eine Verbindung, die durch Russland verläuft, aber keinerlei eigene Rechenzentren, sondern nur einige On-Net Locations. Die Dienste in der Ukraine sollen erhalten bleiben.

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