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Ukraine-Krieg: USA wollen China in Sanktionen gegen Russland einbeziehen

Die USA erwarten auch von chinesischen Konzernen, etwa keine CPUs mehr an Russland zu senden. China steht dem skeptisch gegenüber.
/ Oliver Nickel
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China soll die Lieferungen von Tech-Produkten an Russland stoppen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
China soll die Lieferungen von Tech-Produkten an Russland stoppen. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika erwartet von China rasches Handeln. Die Chinesen sollen den Export von Computern, Smartphones und Hardware an Russland stoppen und sich den Sanktionen anschließen, die von den USA angestoßen wurden. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Grund ist der Angriffskrieg, den Russland in der Ukraine führt. Die USA selbst haben wohl bereits diverse Software- und Hardwarekonzerne angewiesen, die Handelsverbindungen mit Russland einzustellen.

China ist Russlands größter Lieferant für diverse Tech-Produkte. So kommen laut dem Russia Federal Customs Service (TSVT) etwa ein Drittel aller Chips aus dem Nachbarstaat. Generell bezieht Russland etwa 70 Prozent der IT-Technik von China. Das sagt die Analystin Mary Lovely vom Peterson Institute for International Economics. Zu diesen Tech-Produkten zählen neben einzelnen Komponenten wie Microchips, Flash-Speicher und Mainboards auch fertige Geräte wie Smartphones, Laptops und Desktop-PCs.

Einige große Konzerne chinesischer Herkunft müssten den Sanktionen gegen Russland Folge leisten, sollte sich die chinesische Regierung den USA anschließen. Dazu zählen etwa Hersteller wie Lenovo, Huawei, Xiaomi und Semiconductor Manufacturing International (SMIC).

China steht Sanktionen skeptisch gegenüber

Viele dieser Konzerne werden dem Embargo aber auch so Folge leisten müssen, da die US-Regierung bereits Lieferungen von Produkten an Russland unterbinden will, die nur teilweise mit US-amerikanischen Bauteilen hergestellt werden. Im Falle von Lenovo wären das etwa CPUs von AMD und Intel. Xiaomi baut etwa Smartphones mit Chips von Qualcomm, ebenfalls ein US-Unternehmen.

Allerdings steht China einem solchen Handeln wohl skeptisch gegenüber. "China heißt das Sanktionieren für den Versuch, Probleme zu lösen, nicht gut. Viel mehr stellen wir uns gegen illegale und einseitige Sanktionen ohne ein internationales Mandat" , sagt Wang Wenbin, Sprecher des chinesischen Außenministeriums.


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