Ukraine-Krieg: Südkorea darf weiter Waren nach Russland liefern

Südkorea hat sich das OK der USA eingeholt, bestimmte Produkte weiterhin nach Russland liefern zu dürfen - unter anderem Smartphones und Autos.

Artikel veröffentlicht am ,
Südkorea kann weiter Handel mit Russland treiben.
Südkorea kann weiter Handel mit Russland treiben. (Bild: Harry Engels/Getty Images)

Unternehmen aus Südkorea können weiterhin Produkte nach Russland liefern, die US-amerikanische Komponenten oder Technologien verwenden. Diese dürften aufgrund der jüngsten Sanktionen eigentlich nicht mehr nach Russland eingeführt werden, nachdem das Land die Ukraine überfallen hat.

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Das südkoreanische Handelsministerium hat sich von seinem US-amerikanischen Pendant bestätigen lassen, dass derartige Exporte weiterhin erlaubt seien, wie The Register berichtet. Die Produkte, unter anderem Smartphones, Haushaltsgeräte (weiße Ware) und Autos, dürften allerdings nicht an das Militär geliefert werden.

Vor allem Exporte im Tech-Bereich stellen einen großen Anteil an Südkoreas Bruttoinlandsprodukt (BIP) dar. Allein Samsungs Gesamtumsatz macht 17 Prozent des BIP Südkoreas aus. Am russischem Smartphone-Markt hält Samsung einen Anteil von 34 Prozent. Auch Haushaltsgeräte und Automobile sind für die südkoreanische Wirtschaftsleistung wichtig.

Militär könnte im Zweifel wohl leicht an die Produkte kommen

Die Einschränkung, dass südkoreanische Waren nicht an das Militär geliefert werden dürften, dürfte sich in der Praxis leicht umgehen lassen. Die russische Armee könnte die Produkte einfach bei einheimischen Händlern kaufen und anschließend weiterverteilen.

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Inwieweit südkoreanische Unternehmen tatsächlich ihre Produkte weiterhin nach Russland liefern werden, ist aktuell noch nicht bekannt. Samsung hat mittlerweile seine Lieferungen nach Russland gestoppt. Zahlreiche Tech-Unternehmen wie auch Automobilhersteller liefern mittlerweile keine Produkte mehr nach Russland, unter anderem Apple, SAP, Volkswagen und Mercedes-Benz.

Apple hat auch den Bezahldienst Apple Pay in Russland ausgesetzt, so dass bereits im Land vorhandene iPhones diesen nicht mehr verwenden können. Mit Apple und Samsung haben die beiden Marktführer im Smartphone-Markt Russland verlassen - zusammen hatten sie zuletzt einen Marktanteil von 50 Prozent.

Nachtrag vom 7. März 2022, 8:56 Uhr

Samsung hat mittlerweile bekanntgegeben, keine Smartphones mehr nach Russland zu liefern. Der Text wurde entsprechend angepasst.

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terrorfrog 23. Mär 2022

falsch, russisches gas wird in zukunft in rubel abgerechnet. das ist heute von russland...

Quantium40 03. Mär 2022

Das wird wohl nicht nur deswegen gestattet worden sein. Gerade Android-Handys liefern ja...

Tantalus 03. Mär 2022

+1



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