Ukraine-Krieg: Starlink-Satellitenschüssel kann leicht angegriffen werden

Elon Musk rät Nutzern von Starlink-Satelliteninternet zu Vorsicht vor russischen Luftangriffen.

Artikel veröffentlicht am ,
Starlink-Ausrüstung trifft in der Ukraine ein
Starlink-Ausrüstung trifft in der Ukraine ein (Bild: Mykhailo Fedorov)

Elon Musk hat davor gewarnt, dass Starlink-Satellitenschüsseln in der Ukraine von russischem Militär angegriffen werden könnten. "Wichtige Warnung: Starlink ist das einzige nicht-russische Kommunikationssystem, das in einigen Teilen der Ukraine noch funktioniert, daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man angegriffen wird. Bitte mit Vorsicht verwenden", twitterte Musk.

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Laut Musk sollten Menschen in der Ukraine das Satelliteninternet nur bei Bedarf einschalten, die Antenne "so weit wie möglich von Menschen entfernt" aufstellen und "eine leichte Tarnung über der Schlüssel platzieren, um eine visuelle Erkennung zu vermeiden". Eine dünne Schicht Sprühfarbe würde funktionieren, wenn keine Metallpartikel in der Farbe sind, schrieb er. Von der Schüssel geht ein 30-m-Netzwerkkabel ins Netzteil und ein weiteres Kabel von dort zum Router.

Der Wissenschaftler John Scott-Railton wies zuvor auf die Gefahr hin: Möglicherweise könnten russische Truppen die Signale, die zwischen den Schüsseln und den Satelliten verschickt werden, nutzen, um den Standort der Schüsseln zu ermitteln. Dann "werden die Uplink-Übertragungen der Nutzer zu Ortungssignalen ... für Luftangriffe", schreibt er auf Twitter.

Wie zuvor beim Angriff auf das KA-SAT Satellitensystem des US-Betreibers ViaSat in der Ukraine könnten die Gatewaystationen am Boden ein Ziel werden. Doch Starlink hat laut einem Medienbericht keine Bodenstationen in der Ukraine, die nächste befindet sich Berichten zufolge in Wola Krobowska in Polen. "Fast alle Nutzerterminals von Viasat in der Ukraine wurden am Tag der Invasion durch einen russischen Cyberangriff dauerhaft unbrauchbar gemacht." Die Gefahr bestünde auch für Starlink, räumte Musk ein.

Festnetz und Mobilfunk in Ukraine angegriffen

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Auf Twitter hatte der ukrainische Digitalminister Mychajlo Fedorow Musk gebeten, das Land via Starlink-Satelliten zu versorgen. Musk schickte eine Lieferung von Satellitenschüsseln, Routern und Kabeln. Der ukrainische Vize-Premier Mychajlo Fedorow bedankte sich bei Musk via Twitter mit einem Foto, auf dem einige Dutzend Kartons mit den Geräten in einem Lastwagen zu sehen sind.

Ukrtelecom, der grösste Festnetzanbieter des Landes, hatte am 28. Februar bekanntgegeben, dass nicht identifizierte Personen Telekommunikationsknoten beschlagnahmt und Kabel zerstört hätten, wodurch die Daten- und Sprachverbindung zwischen der Krim und dem Rest der Ukraine unterbrochen wurde.

Kyivstar ist der größte Mobilfunkbetreiber der Ukraine. Daneben ist Vodafone Ukraine dort mit Mobilfunk aktiv und der Netzbetreiber Lifecell, der Turkcell gehört.

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gadthrawn 24. Mär 2022

So stark gestellt sind Satellitentelefone nicht. Sogar schwächer. Hat damit zu tun, das...

xxsblack 06. Mär 2022

Wurde schon vorgeschlagen, mit der Warnung, dass es den Russen egal ist. Könnte ja eine...

xxsblack 06. Mär 2022

Woher sollen denn die Russen wissen, dass sich hinter der Satellitenschüssel kein...

MeinSenf 06. Mär 2022

Das ist ein Protokoll für offline-Anbindung. Die Daten werden gesammelt und sobald die...



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