Namecheap kündigt Kunden, Staatsmedien wergen blockiert

Dieser Artikel wird laufend mit den neusten Sanktionen von Internetkonzernen im Ukraine-Krieg aktualisiert.

Apple Pay und Google Pay funktionieren nicht mehr

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Die beiden bargeldlosen Bezahldienste für iOS und Android, Apple Pay und Google Pay, sind in Russland seit dem 25. Februar 2022 nur noch eingeschränkt nutzbar. Hintergrund ist keine vollständige Abschaltung der Dienste, sondern Sanktionen gegen einzelne russische Banken. Die Russische Zentralbank bestätigte das am Freitag und teilte mit, dass Bankkarten im Inland weiterhin funktionieren, nicht aber im Ausland oder zur Zahlung im Internet. Betroffen sind die Banken VTB, Sovcombank, Novikombank, Promsvyazbank und Otkritie.

Namecheap stellt Dienst für russische Nutzer ein

Der DNS-Anbieter und Registrar Namecheap weist seine Kunden in einer E-Mail daraufhin, dass dieser Kunden in Russland nicht mehr bedienen will. Diese müssen sich also einen neuen Anbieter suchen. Dafür haben sie Zeit bis zum 6. März. Auch die Hosting-Dienste mit den TLDs .ru, .xn--p1ai (рф), .by, .xn--90ais (бел), und .su dürfen nicht mehr genutzt werden. Namecheap ist mit mehr als 10 Millionen verwalteten Domains einer der größten Registrare der Welt.

Coinbase möchte Sanktionen nicht ausweiten

Ein Sprecher von Coinbase sagte gegenüber Motherboard, dass man sich nicht an den weitergehenden Einschränkungen beteiligen würde, da diese vor allem russischen Bürgern schaden würden. "Stattdessen werden wir weiterhin alle verhängten Sanktionen umsetzen, einschließlich der Sperrung von Konten und Transaktionen, an denen sanktionierte Personen oder Organisationen beteiligt sein könnten", heißt es von Coinbase. Der ukrainische Vizepremierminister Mykhailo Fedorov hatte auf Twitter dazu aufgefordert, weitergehende Einschränkungen im Zahlungsverkehr mit Kryptowährungen vorzunehmen.

Disney, Sony und Warner boykottieren russische Kinos

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Disney wird bis auf Weiteres keine neuen Filme in russische Kinos bringen. "Angesichts der unprovozierten Invasion in der Ukraine und der tragischen humanitären Krise pausieren wir die Veröffentlichung von Kinofilmen in Russland, einschließlich des kommenden Films Rot von Pixar", heißt es in einem Statement.

"Wir werden zukünftige Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage der sich entwickelnden Situation treffen." Angesichts der sich abzeichnenden Flüchtlingskrise arbeite Disney mit NGOs zusammen, um Flüchtlingen humanitäre Unterstützung zukommen zu lassen. Warner und Sony folgten Disney wenig später. Die neuen Comicverfilmungen The Batman und Morbius werden in Russland nicht starten.

Youtube und Meta sperren russische Staatsmedien

Youtube hat die Kanäle der russischen Staatsmedien RT und Sputnik in Europa gesperrt. "Aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine sperren wir mit sofortiger Wirkung Youtube-Kanäle, die mit RT und Sputnik in Europa verbunden sind", sagte ein Sprecher. Der deutschsprachige Kanal von RT wurde bereits im letzten Jahr im Zusammenhang mit der Verbreitung von Falschinformationen gelöscht.

Nach Anfragen "einer Reihe von Regierungen und der EU" hat Meta entschieden, die Seiten der russischen Staatsmedien RT und Sputnik auf seinen Plattformen für Nutzer in der EU zu sperren. Man tue dies "angesichts des außergewöhnlichen Charakters der gegenwärtigen Situation", teilte Nick Clegg auf Twitter mit. Die Sperre betrifft Facebook und Instagram.

Microsoft und Tiktok sperren RT und Sputnik in der EU

Das chinesische Social Network Tiktok hat den Zugang zu den Profilen von RT und Sputnik in der EU ebenfalls gesperrt, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber NPR bestätigte.

Auch Microsoft folgt Meta und Alphabet und bietet den beiden Medien keine Plattform mehr. Das heißt unter anderem, dass Nachrichten von RT und Sputnik nicht mehr auf Nachrichtenseiten wie MSN angezeigt werden. Auch die App von RT wurde aus dem App Store für Windows entfernt.

Netflix verweigert Ausstrahlung von Staatsprogrammen

Laut einem Bericht weigert sich Netflix aufgrund des Ukraine-Krieges, Sendungen der russischen Staatsprogramme Channel One, NTV und Spas anzubieten. Bei der Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor registrierte Dienste mit mehr als 100.000 Nutzern sind verpflichtet, diese anzubieten. Das Streamingunternehmen steht auch wegen der in Russland verbotenen "Propaganda über nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" im Konflikt mit dem russischen Gesetz.

Fußball und E-Sport trennen sich von russischen Partnern

Der E-Sport-Turnierveranstalter Weplay trennt sich von allen seinen russischen Partnern. Beim anstehenden Dota-2-Turnier in Dubai wird das Unternehmen keinen russischsprachigen Kommentar in seiner Übertragung anbieten. Weplay hat unter anderem auch ein Büro in Kiew. Schon letzte Woche kündigte Riot Games an, die Valorant Champions Tour aufgrund des Kriegs in der Ukraine vorerst zu unterbrechen.

Der Fußballverein Eintracht Frankfurt hat den Sponsoringvertrag mit dem russischen Softwareentwickler Kaspersky eingestellt. Die Geschäftsführung erwarte von Kaspersky eine klare Stellungnahme zum Angriff der russischen Regierung. Zuvor hatte schon der Zweitligist Schalke 04 seinen Vertrag mit dem russischen Energiekonzern Gazprom aufgekündigt.

Hintergrund zum Ukraine-Krieg

Der russische Einmarsch in der Ukraine ist auch ein Krieg mit digitalen Mitteln und wirtschaftlichen Sanktionen. Neben staatlichen Sanktionen, etwa der Einschränkung des Zahlungssystems SWIFT für russische Banken, reagieren viele Unternehmen mit eigenen Maßnahmen.

Ein von vielen Beobachtern erwarteter Cyberkrieg mit Angriffen auf wichtige Infrastruktur hat bislang nicht stattgefunden. Stattdessen herrscht vorrangig ein Informationskrieg in den sozialen Medien.

Zahlreiche, vorrangig US-amerikanische Internetunternehmen haben damit begonnen, die Reichweite russischer Staatsmedien einzuschränken. Bereits Ende Februar schlossen die Internetkonzerne Meta und Alphabet den Sender RT von der Beteiligung an ihren Werbeprogrammen aus.

Auch unscheinbare Internetdienste wie Google Maps rückten unerwartet in den Mittelpunkt des Geschehens. Nachdem die Stauvorhersage zur Erkennung von Truppenbewegungen und Fluchtrouten benutzt wurde, stellte Google die Funktion in ukrainischem Gebiet vorerst ab.

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 Apple stoppt Verkauf von iPhones, iPads und Macs
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cachaito 16. Mär 2022

Gerade getestet. Zuerst kam eine DDoS-Schutz-Seite (Hab mir den Anbieter nicht gemerkt...

DAASS1 15. Mär 2022

Dann verschwinden aus Battlefield vielleicht mal diese RussianSoldierZ oder UkraineShtZ...

Eheran 08. Mär 2022

Ging da nicht um das KKW, ich hatte das falsch in Erinnerung. Hier ein Beispiel für...

Maximilian154 07. Mär 2022

Weitere Sanktionen können fast nur noch Öl, Gas und Metalle betreffen. Der Rest ist...



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