Streaming-Dienste und Browserspiele werden eingeschränkt, AWS stoppt Aufnahme von Neukunden

Dieser Artikel wird laufend mit den neusten Sanktionen von Internetkonzernen im Ukraine-Krieg aktualisiert.

Amazon und Disney stellen Geschäftsbetrieb ein

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Disney hat alle Geschäftsbereiche in Russland eingestellt. St. Petersburg ist seit langem ein Anlaufhafen für die Disney-Kreuzfahrtschiffe und soll künftig nicht mehr bei den Routen angesteuert werden. Zudem sollen das Magazin National Geographic sowie typische Disney-Konsumgüter - beispielsweise Spielzeug oder Kleidungsstücke zu den Filmen und Serien des Unternehmens - in Russland nicht länger verkauft werden. Auch alle lokalen Film- und Serienproduktionen sollen mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.

Amazon hat etliche Unternehmensbereiche für Kunden in Russland gesperrt. Abonnenten von Prime Video können dort keine Inhalte mehr im Rahmen des Streamingabos ansehen. Zudem wurde der Versand von Einzelhandelsprodukten an Kunden in Russland sowie in Belarus vom Anbieter ausgesetzt. Aus beiden Ländern nimmt Amazon keine neuen Händler im Segment Amazon Marketplace mehr an.

Kein Clash of Clans und Advanced Wars

Der finnische Mobilegame-Entwickler Supercell zieht alle seine Produkte aus den App Stores in Russland und Belarus zurück. "Neue Downloads werden gestoppt und der Zugang für bestehende Spieler wird mit den nächsten Client-Updates ausgesetzt", schreibt das Unternehmen auf Twitter. Der Analyse-Webseite Business of Apps zufolge stammen 3,5 Prozent der täglich aktiven Spieler von Supercells größtem Titel Clash of Clans aus Russland. Darüber hinaus spendet Supercell eine Millionen Euro an das UN-Flüchtlingskommissariat.

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Auch Nintendo reagiert auf den fortlaufenden Angriff Russlands auf die Ukraine. Das Reboot des Militär-Strategiespiel Advanced Wars wird bis auf weiteres verschoben. Die Veröffentlichung war für den 8. April 2022 geplant. Ein neues Datum steht noch nicht fest. An den Sanktionen gegen Russland beteiligt sich Nintendo offiziell bislang nicht. Allerdings befindet sich der Eshop in Russland Berichten zufolge momentan im Wartungsmodus.

Ebay entfernt Putin aus dem Sortiment

Ebay wird Gegenstände, die Unterstützung für Wladimir Putin ausdrücken, aus seinem Angebot entfernen. Das teilte das Unternehmen Business Insider mit. Auf der Onlinehandels-Plattform lassen sich momentan zahlreiche Fan- oder Protest-Artikel wie T-Shirts finden. Eine Sprecherin sagte, das Unternehmen verfolge eine "strikte Politik gegen Artikel, die Hass oder Gewalt fördern oder verherrlichen". Darunter fallen auch solche, die ihre Unterstützung für den russischen Präsidenten zum Ausdruck bringen.

Shopify erlässt ukrainischen Geschäften die Gebühr

Mit der Onlineshop-Plattform Shopify zieht sich ein weiterer Anbieter aus den Märkten in Russland und Belarus zurück. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, man werde alle Aktivitäten vorübergehend einstellen. Eine weitere Maßnahme richtet sich an die angegriffene Ukraine. "In absehbarer Zukunft wird Shopify keine Gebühren von unseren ukrainischen Händlern und Partnern erheben." Die Maßnahme ist vor allem symbolisch, da Shopify in der Ukraine und Russland kaum genutzt wird.

Amazon nimmt keine neuen AWS-Kunden auf

Amazon hat weitere Einschränkungen seiner Dienste in Russland und Belarus angekündigt. . "Wir haben den Versand von Einzelhandelsprodukten an Kunden in Russland und Belarus ausgesetzt und nehmen keine neuen AWS-Kunden und Amazon-Drittverkäufer aus Russland und Weißrussland mehr an", heißt es dort. Auch der Zugang zum Streamingdienst Prime Video wird für Kunden in Russland gesperrt. Das gleiche gilt für Neukunden von Amazons Online-Rollenspiel New World.

Amazon betont, dass man im "Gegensatz zu einigen anderen US-Technologieanbietern" keine Rechenzentren oder Büros in Russland habe und schon lange die Politik verfolge, keine Geschäfte mit der russischen Regierung zu machen.

Red Hat stellt Dienst in Russland und Belarus ein

Das Open-Source-Software-Unternehmen Red Hat stellt seine Geschäfte mit Firmen, die in Russland oder Belarus ansässig sind oder dort ihren Hauptsitz haben, ein. Das teilte CEO Paul Cormier am 8. März in einer E-Mail mit. Red Hat hat selbst Mitarbeiter in der Ukraine. Deren Sicherheit habe höchste Priorität. "Allein in den letzten Tagen haben von Red Hat organisierte Busse mehrere Dutzend Familienangehörige unserer ukrainischen Mitarbeiter sicher über die Grenze nach Polen gebracht"

Mastercard und Visa suspendieren Geschäfte, Videospielentwickler ziehen sich zurück

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Russische Apps nicht mehr in der App-Store-Suche

Apple hat Search Ads im russischen App Store deaktiviert. Über Search Ads lassen sich Werbeanzeigen für Anwendungen in der Suchfunktion des App Store in iOS platzieren. Das ist im russischen App Store nun nicht mehr möglich. Das Unternehmen informierte die Entwickler mit einer E-Mail. Apps russischer Entwickler sind weiterhin verfügbar, ebenso funktioniert der App Store weiterhin in Russland. Es ist unklar, ob Apple weitere Schritte nimmt, um seine Plattform in Russland einzuschränken.

Ubisoft und Take Two schließen sich Boykott an

Immer mehr Publisher von Videospielen ziehen sich vom russischen Markt zurück. Nach Activision Blizzard, CD Projekt, Epic Games und EA folgen nun Ubisoft und Take Two. Ubisoft erweiterte seine Stellungnahme vom 1. März am Montag um den Satz: "In Anbetracht der anhaltenden Tragödie in der Ukraine haben wir beschlossen, unsere Verkäufe in Russland auszusetzen."

Take Two sagte gegenüber dem Branchenmagazin Gamesindustry.biz, dass man nach reiflicher Überlegung beschlossen habe, "den Verkauf, die Installation und die Marketingunterstützung für alle unsere Labels in Russland und Belarus zum jetzigen Zeitpunkt einzustellen." Das von Take Two vertriebene GTA 5 ist eines der meistverkauften Spiele weltweit und neben Counter-Strike Global Offensive und Dota 2 eines der beliebtesten Spiele in Russland.

Meldungen von Montag, dem 7. März

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Netflix stoppt Videostreaming

Netflix schaltet seinen Abodienst in Russland ab. Zuvor hatte Netflix angekündigt, als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine alle Projekte einzustellen, die in Russland für Netflix produziert werden. Auch der Aufkauf russischer Filme oder Serien wurde gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich vier russischsprachige Serien in Produktion oder in der Nachproduktion.

Activision, Epic und EA verkaufen keine Spiele in Russland

Zahlreiche Videospielpublisher beteiligen sich ebenfalls an den Sanktionen gegen Kunden in Russland. Activision Blizzard teilte am Freitag mit, dass aufgrund des Kriegs in der Ukraine "neue Verkäufe von und in unseren Spielen" ausgesetzt werden. Am Samstag kündigte Epic Games - Entwickler der Unreal Engine und Fortnite - per Tweet an, "den Handel mit Russland in seinen Spielen" einzustellen. Der Zugang zu Spielen soll aber nicht blockiert werden. "Die freie Welt sollte alle Wege des Dialogs offen halten", so Epic.

Das polnische Studio CD Projekt Red blockiert schon seit dem 3. März den Verkauf seiner Spiele in Russland und Belarus. Das betrifft das Rollenspiel Cyberpunk 2077, aber auch den von CD Projekt betriebenen Onlinestore GOG. Auch EA folgte dem Beispiel, nachdem zuvor angekündigt wurde, das russische Team aus dem Fußballspiel FIFA zu entfernen.

Russischer Suchmaschine drohen Probleme

Der Suchmaschine Yandex drohen durch die internationalen Sanktionen weitere Probleme. Laut der Financial Times beenden Kooperationspartner wie Uber und Duckduckgo ihre Zusammenarbeit mit dem russischen Unternehmen. Bei Yandex befürchtet man, dass die Sanktionen bald Auswirkungen auf den Geschäftsausbau haben könnten. Schon vor Beginn des Kriegs in der Ukraine war der Börsenkurs des Unternehmens vom Höchststand im November 2021 abgestürzt. An US-amerikanischen Börsen wurde der Handel mit Aktien russischer Unternehmen am 28. Februar eingestellt, darunter auch Yandex.

Mastercard und Visa suspendieren Geschäfte mit Russland

Wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine setzen die beiden weltgrößten Kreditkartenanbieter, Visa und Mastercard, ihre Geschäfte mit Russland aus. Visa werde mit Kunden und Partnern in Russland zusammenarbeiten, "um alle Visa-Transaktionen in den kommenden Tagen einzustellen", teilte das Unternehmen am Samstag mit. Danach sollen in Russland ausgestellte Karten nicht mehr im Ausland funktionieren. Kreditkarten, die von Finanzinstituten außerhalb des Landes ausgestellt wurden, sollen in Russland nicht mehr eingesetzt werden können. Mastercard kündigte identische Schritte an.

Russland blockiert Facebook und Twitter, bestraft "Fake News"

Russland blockiert den Zugang zu den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter. "Wir werden weiterhin alles tun, was wir können, um unsere Dienste wiederherzustellen, damit sie den Menschen weiterhin zur Verfügung stehen", sagte Facebook-Präsident Nick Clegg. Er befürchtet, dass Menschen in Russland von verlässlichen Informationen und der internationalen Kommunikation abgeschnitten werden.

Facebook und Twitter hatten zuvor die Profile von russischen Staatsmedien wie RT für Nutzer außerhalb Russlands blockiert. Diese Sperrung gilt nach einem Beschluss der EU mittlerweile über alle großen sozialen Netzwerke. Als Reaktion auf ein schon 2021 erfolgtes Sendeverbot für RT in Deutschland sprach Russland Anfang März seinerseits ein Sendeverbot für die Deutsche Welle aus.

Mit einem vom russischen Parlament neu erlassenen Gesetz wird die Verbreitung von sogenannten Fake News mit Haftstrafen von bis zu 15 Jahren bestraft. Ausländische Nachrichtenorganisationen wie die BBC zogen sich daraufhin zum Schutz ihrer Mitarbeiter aus Russland zurück. Auch unabhängige Medien in Russland stellten die Arbeit ein.

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 Ukraine-Krieg: Russland blockiert Instagram, Youtube sperrt DesinformationIntel stoppt Lieferungen, Google Maps erlaubt keine Rezensionen mehr 
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cachaito 16. Mär 2022

Gerade getestet. Zuerst kam eine DDoS-Schutz-Seite (Hab mir den Anbieter nicht gemerkt...

DAASS1 15. Mär 2022

Dann verschwinden aus Battlefield vielleicht mal diese RussianSoldierZ oder UkraineShtZ...

Eheran 08. Mär 2022

Ging da nicht um das KKW, ich hatte das falsch in Erinnerung. Hier ein Beispiel für...

Maximilian154 07. Mär 2022

Weitere Sanktionen können fast nur noch Öl, Gas und Metalle betreffen. Der Rest ist...



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