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Ukraine-Krieg: Satelliteninternet KA-SAT ausgefallen

Beginnend mit dem Krieg in der Ukraine begann ein Ausfall des KA-SAT-Satellitennetzwerks. Elon Musk bringt mit Starlink Satelliteninternet.
/ Achim Sawall
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KA-SAT-Satellit (Bild: Viasat)
KA-SAT-Satellit Bild: Viasat

Der Dienst des KA-SAT-Satellitennetzwerks über Europa ist weitgehend ausgefallen. Wie aus einer E-Mail des US-Betreibers Viasat an seine Partner hervorgeht, die Golem.de vorliegt, begann das Problem in der Ukraine. "Dies scheint zunächst mit dem KA-SAT-Dienst in der Ukraine begonnen zu haben und sich anschließend über fast die gesamte KA-SAT-Ausleuchtzone ausgebreitet zu haben", heißt es. Viasat betreibt auch verschlüsselte Kommunikationsdienste für das US-Militär.

Der Ausfall des KA-SAT-Netzwerks sei "mit einem verdächtigen Ereignis verbunden, das am 24. Februar um 4 Uhr UTC (Weltzeit) begann. Wir analysieren weiterhin unsere Systeme, um die Grundursache zu identifizieren, und ergreifen zusätzliche Netzwerk- und Sicherheitsvorkehrungen, um weitere Auswirkungen zu verhindern", erklärte der Betreiber.

Der deutsche ISP Eusanet meldet ebenfalls Probleme(öffnet im neuen Fenster). "Nach aktuellem Stand ist leider damit zu rechnen, dass der Dienst nicht vor nächster Woche wiederhergestellt werden kann", erklärte das Unternehmen. Man habe noch keine genauen Informationen zu den Ursachen, aber "wir können sagen, dass der Ausfall ungefähr zur gleichen Zeit begann, als Russland in die Ukraine einmarschierte".

KA-SAT bietet Satelliteninternet für Europa und den Mittelmeerraum. Möglich sind damit nach Betreiberangaben Datenübertragungsraten bis zu 50 MBit/s im Download. Das Netzwerk hat eine Gesamtkapazität von 90 GBit/s und ist seit Mai 2011 in Betrieb.

Starlink-Betreiber macht Zusagen

Auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) bat der ukrainische Digitalminister Mychajlo Fedorow Elon Musk, das Land via Starlink-Satelliten zu versorgen. Musk erklärte(öffnet im neuen Fenster): "Der Starlink-Dienst ist jetzt in der Ukraine aktiv. Weitere Zugangsterminals sind unterwegs." Ob der Dienst in der Ukraine tatsächlich genutzt werden kann, ist nicht bestätigt.

Nachtrag vom 1. März 2022, 10:30 Uhr

Nach Freischaltung des Satelliten-Internetdienstes Starlink für die Ukraine habe Musk auch eine Lieferung der nötigen Empfangsanlagen geschickt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der ukrainische Vize-Premier Mychajlo Fedorow bedankte sich bei Musk via Twitter mit einem Foto(öffnet im neuen Fenster), auf dem einige Dutzend Kartons mit den Geräten in einem Lastwagen zu sehen sind. "Gern Geschehen", schrieb der US-Unternehmer in der Nacht zum Dienstag zurück(öffnet im neuen Fenster).


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