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Ukraine-Krieg: Netflix verweigert Streaming von russischem Staatsfernsehen

Netflix weigert sich wegen des Ukraine-Kriegs , russische Staatssender ins Programm aufzunehmen und riskiert damit seine Medienlizenz in Russland .
/ Andreas Donath
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Netflix-Logo auf einem Fernseher (Symbolbild) (Bild: Pexels)
Netflix-Logo auf einem Fernseher (Symbolbild) Bild: Pexels

Netflix ist laut einem Bericht der Moscow Times(öffnet im neuen Fenster) von der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor im Dezember 2021 dazu verpflichtet worden, Kunden in Russland Zugriff auf staatliche Fernsehkanäle anzubieten. Wie die Website Politico(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Netflix-Sprecher meldete, weigert sich der Streamingdienst aufgrund des Ukraine-Kriegs, der Anordnung Folge zu leisten und ab 1. März 2022 die Staatssender kostenfrei zu zeigen.

Die bei der Medienaufsichtsbehörde Roskomnadzor registrierten Dienste mit mehr als 100.000 Nutzern pro Tag sind dazu verpflichtet, die Sendungen von Channel One, NTV und Spas anzubieten.

Netflix soll rund eine Million Abonnenten in Russland haben. Die Weigerung, die Staatsmedien kostenlos zu streamen, könnte den Verlust der Betriebserlaubnis für Netflix bedeuten.

In Russland droht Netflix laut einem Bericht von Basic Tutorials(öffnet im neuen Fenster) zudem eine Geldstrafe von bis zu einer Million Rubel und eine Sperre, weil das Unternehmen durch seine Inhalte "Propaganda über nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" gemacht habe. Das ist in Russland seit 2013 verboten(öffnet im neuen Fenster) .


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