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Protector ist derzeit größtes Bodenrobotersystem

Der Protector von Ukrainian Armor(öffnet im neuen Fenster) ist das derzeit größte ukrainische Bodenrobotersystem. Es ist ein 4×4-Radfahrzeug in Lkw-Größe: 5,2 Meter lang, bis zu 4.000 Kilogramm schwer, mit einem 190-PS-Dieselmotor, 60 km/h Spitzengeschwindigkeit und 400 bis 500 Kilometer Einsatzreichweite. Der Protector trägt eine stabilisierte Tavriia-12,7mm-Waffenstation mit digitalem Feuerleitungssystem und kann nebenbei drei bis vier kleinere UGVs zur Front transportieren.

Das System Ardal(öffnet im neuen Fenster) des Burevii Design Bureau ist derweil primär für die Verwundetenrettung konzipiert, bietet 250 Kilogramm Nutzlast, bis zu 50 Kilometer Reichweite sowie vier Kommunikationskanäle inklusive Starlink. Die K-2-Brigade(öffnet im neuen Fenster) evakuierte mit ihm vier Verwundete in vier Tagen aus Bereichen, die für Sanitäter nicht erreichbar waren.

In einem Fall legte der Roboter dabei 17 Kilometer unter Mörserbeschuss zurück. Anfang 2026 wurde Ardal mit der Burya-Waffenstation(öffnet im neuen Fenster) kombiniert: MK-19-Granatwerfer samt ballistischer Computer und einer Treffergenauigkeit auf drei Meter sowie einer Wurfreichweite von zwei Kilometern.

Gesteuert mit einer Gaming-Konsole

Noch ungewöhnlicher ist der Rys Pro(öffnet im neuen Fenster) des Unternehmens Roboneers aus Lwiw: ein gelenkiges 4×4-Fahrzeug mit Shablia-Waffenstation, gesteuert mit einer Valve-Steam-Deck-Gaming-Konsole. Die Anlernzeit für die Bedienung ist ein Tag. Die neue Variante Lynx MAX trägt bis zu 350 Kilogramm, kommt 60 Kilometer weit und kann zwei Verwundete gleichzeitig evakuieren.

Den Einsatzrekord hält der Zmiy Droid 12,7(öffnet im neuen Fenster) der Firma Rovertech in Kombination mit DevDroids Waffenmodul: Das Kettenfahrzeug mit Browning-M2-Maschinengewehr, KI-gestützter Zielerkennung und Wärmebildkamera hielt eine Feuerstellung 45 Tage ununterbrochen und kehrte nur alle zwei Tage zur Aufmunitionierung zurück. Stückkosten: rund 20.000 US-Dollar. Die eingebaute Glasfasersteuerung macht es immun gegen elektronische Kriegsführung.

Selenskyj bezifferte die Gesamtzahl der UGV-Missionen auf mehr als 22.000 in drei Monaten(öffnet im neuen Fenster) – nach internen ukrainischen Daten sogar 24.500 allein im ersten Quartal 2026. Im November 2025 nutzten 67 Brigaden UGVs, im Frühjahr 2026 waren es 167. Die Zahl der monatlichen Missionen stieg von 2.900 im November 2025 auf mehr als 9.000 im März 2026.


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