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Ukraine-Krieg: Kaspersky droht das Ende des Eintracht-Sponsorings

Eintracht Frankfurt verlangt von seinem Sponsor, dem Hersteller des Antivirusprogramms Kaspersky , sich vom Ukraine-Krieg zu distanzieren.
/ Andreas Donath
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Eintracht Frankfurt Sonderedition von Kaspersky Total Security (Bild: Kaspersky)
Eintracht Frankfurt Sonderedition von Kaspersky Total Security Bild: Kaspersky

Der Fußballverein Eintracht Frankfurt hat seinem Sponsor, dem russischen Hersteller des Virenscanners Kaspersky, damit gedroht, den Vertrag frühzeitig zu lösen, wenn das Unternehmen sich nicht klar von allen kriegerischen Handlungen abgrenze. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)(öffnet im neuen Fenster) .

Der Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball-AG, Axel Hellmann, sprach von einer sofortigen Kontaktaufnahme mit dem Sponsor nach Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine. Die Kaspersky-Geschäftsleitung habe jedoch vor dem Spiel zwischen Eintracht und Bayern München am 26. Februar keine abgestimmte Position erhalten. Deshalb sei der Vertrag in Absprache mit der Kaspersky-Niederlassung in den deutschsprachigen Ländern (DACH-Region) bis auf Weiteres ausgesetzt.

Auf der Website des Vereins gibt es keine Hinweise mehr auf den Sponsor. Im Kaspersky-Shop wird nach wie vor die Eintracht Frankfurt Sonderedition von Kaspersky Total Security(öffnet im neuen Fenster) beworben, der Link führt aber ins Leere. Kaspersky ist seit 2018 Sponsor von Eintracht Frankfurt.

Nach Angaben des Vorstandssprechers verlangt Eintracht Frankfurt noch in dieser Woche eine "klare Distanzierung zu jedweder kriegerischen Handlung" und drohte damit, den Vertrag ansonsten vollständig zu beenden. Solche Maßnahmen sind äußerst selten.

Schalke 04 trennte sich von Gazprom

Zuvor hatte Schalke 04 bekanntgegeben, Vorstand und Aufsichtsrat des Vereins hätten beschlossen, die Partnerschaft mit dem russischen Konzern Gazprom zu beenden. Ein neuer Trikot-Sponsor könnte nach Informationen der Zeitschrift Kicker(öffnet im neuen Fenster) der Wohnungsanbieter Vivawest werden.


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