Ukrainekrieg: BSI befürchtet Cyberangriffe auf deutsche Hochwertziele

" Hochwertziele " in Deutschland sollen offenbar ein mögliches und baldiges Ziel russischer Hacker sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Sonderlagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es könne bald Angriffe auf herausragende Ziele geben, heißt es laut Spiegel in dem BSI-Bericht.
Das BSI selbst beruft sich auf Informationen eines vertrauenswürdigen Partners. Welcher Partner das ist, geht aus dem Inhalt nicht hervor. Wie der Spiegel schreibt, gelangten die Informationen wohl aus dem Ausland über das deutsche Cyberabwehrzentrum ans BSI.
Seit Beginn der Krise und der deutschen Unterstützung für die Ukraine mit Waffenlieferungen und Sanktionen gegen Russland gälten Cyberangriffe etwa gegen Energieversorger oder militärische Einrichtungen in Sicherheitskreisen als die aktuell größte Bedrohung für Deutschland, heißt es in dem Spiegel-Artikel.
Demnach warnte auch das Bundesamt für Verfassungsschutz in einem Dokument vor einem erhöhten Risiko. Die russischen Geheimdienste verfügten über Fähigkeiten, neben kritischer Infrastruktur den politischen Betrieb "erheblich und nachhaltig zu sabotieren" . Konkretere Angaben gibt es nicht.
Schon am 24. und 25. Februar 2022 hatte das BSI jeweils eine Warnung an hiesige Unternehmen und Behörden geschickt. Die aktuelle IT-Bedrohungslage bewertet es mit der zweithöchsten Warnstufe orange. Betroffen sein könnten Politik, Verwaltung und für die Infrastruktur Deutschlands wichtige Unternehmen.



