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Ukrainekrieg: Bosch-Technik steckt in russischen Militärfahrzeugen

In einigen russischen Infanteriefahrzeugen stecken Bauteile von Bosch - obwohl keine militärische Nutzung der Technik gestattet war.
/ Andreas Donath
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Gebäude des Technologiekonzerns Bosch (Bild: Bosch)
Gebäude des Technologiekonzerns Bosch Bild: Bosch

Das ukrainische Militär hat in erbeuteten russischen Militärfahrzeugen technische Bauteile von Bosch entdeckt. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)(öffnet im neuen Fenster) . Nach Angaben der Ukraine handelt es sich um Hauptkomponenten, welche die Fahrzeuge mit antreiben.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hatte in der ARD-Talkshow Anne Will den Vorwurf erhoben, Bosch habe jahrelang notwendige Komponenten für die russische Militärmaschinerie geliefert. Auch einige weitere Fälle anderer deutscher Unternehmen gebe es. Diese habe er bereits mit der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) besprochen.

Bosch bestätigte laut FAZ, dass Teile des Konzerns in die Fahrzeuge eingebaut worden seien. Das Unternehmen habe davon aber erst aus den Medien erfahren. Motor- und Getriebekomponenten würden überall auf der Welt eingesetzt. In den Verträgen stehe jedoch, dass die Produkte ausschließlich für zivile Anwendungen eingesetzt werden dürften. Daran hielt sich Russland offenbar nicht.


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