Ukrainekrieg: Amazon sperrt Prime Video für Kunden in Russland

Als weitere Reaktion auf den Ukrainekrieg wird Amazon keine Produkte mehr an Kunden in Russland und Belarus ausliefern.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon liefert keine Bestellungen mehr an Kunden in Russland aus.
Amazon liefert keine Bestellungen mehr an Kunden in Russland aus. (Bild: Sebastien Bozon/AFP via Getty Images)

Amazon reagiert auf den Ukrainekrieg und hat etliche Unternehmensbereiche für Kunden in Russland gesperrt. Abonnenten von Prime Video können in Russland keine Inhalte mehr im Rahmen des Streamingabos ansehen. Der Zugang auf Prime Video innerhalb von Russland wurde nach Angaben des Unternehmens gesperrt, heißt es in einem aktualisierten Blog-Beitrag von Amazon.

Zudem wurde der Versand von Einzelhandelsprodukten an Kunden in Russland sowie in Belarus vom Anbieter ausgesetzt. Aus beiden Ländern nimmt Amazon keine neuen Händler im Segment Amazon Marketplace mehr an. Bestehende Händler aus Russland können demnach weiterhin Waren und Artikel über Amazon ins Ausland verkaufen.

Auch im Hosting-Geschäft über Amazon Web Services (AWS) akzeptiert Amazon keine Neukunden aus Russland und Belarus. In Russland nimmt Amazon keine Bestellungen mehr für New World an. Es ist das einzige Videospiel von Amazon, das in Russland nach Angaben des Unternehmens direkt verkauft wird.

Amazon hat in Russland weder Büros noch Rechenzentren

Nach Aussage von Amazon hat das Unternehmen in Russland keine Büros und betreibt auch weder Rechenzentren noch anderweitige Infrastruktur. Zudem verfolgt Amazon eine langjährige interne Politik, keine Geschäfte mit der russischen Regierung zu machen.

Amazon arbeitet dem Blog zufolge zudem eng mit IT-Organisationen zusammen, die der Ukraine beim Schutz und bei der Abwehr von Cyber-Angriffen helfen.

Amazon sammelt Spenden

Zudem hat Amazon angekündigt, verschiedene Nichtregierungsorganisationen und humanitäre Einrichtungen vor Ort finanziell zu unterstützen. Dafür habe Amazon bereits 5 Millionen US-Dollar gesammelt. Amazon verdoppelt den Betrag, wenn Mitarbeiter spenden. Bisher sollen bereits mehr als 10.000 Mitarbeiter an dieser Aktion teilgenommen haben.

Auch über die Amazon-Homepage sammelt Amazon Spendengelder. Zehntausende Kunden sollen bereits gespendet haben. Amazon will sich darum kümmern, dass diese Gelder bei Save the Children und beim Roten Kreuz vor Ort ankommen.

Bereits Anfang dieser Woche hat Netflix den Zugang zum Videostreaming in Russland abgeschaltet.

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dirk_diggler 10. Mär 2022

Was das Thema noch verschärft. Die ganzen Russen dürften ihre Netflix, Amazon prime, etc...

spambox 10. Mär 2022

Du vergisst einen Aspekt. Es gibt in Russland keine Bildung. Die Leute werden zwar...

spambox 10. Mär 2022

Du kannst gegen den Verursacher klagen. Das wäre in dem Fall die Russische Föderation...

aLpenbog 10. Mär 2022

Jo ganz normal. Wenn ihr euch einmischt, dann hat das Konsequenzen. So nun mischen wir...



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