Ukrainekrieg: 820 GByte Daten von Roskomnadsor geleakt

Die Whistleblower-Plattform DDoSecrets hat 360.000 interne Daten der russischen Zensurbehörde Roskomnadsor veröffentlicht.

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Das Logo von DDoSecrets (Bild: DDoSecrets)

Die Wikileaks-Alternative Distributed Denial of Secrets (DDoSecrets) hat insgesamt 820 GByte Daten der russischen Behörde für Telekommunikationsregulierung Roskomnadsor veröffentlicht. Die Behörde ist für die Zensurmaßnahmen in russischen Medien sowie Sperrungen von Diensten zuständig, die von Streamingdiensten bis E-Mail-Anbietern oder Messengern reichen. DDoSecrets will die Daten von einem Mitglied des Hacktivistenkollektivs Anonymous erhalten haben.

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Roskomnadsor ist föderal aufgebaut, die Dateien sollen aus der Republik Baschkortostan stammen, eine der bevölkerungsreichsten Republiken Russlands, die am östlichen europäischen Teil des Landes gelegen ist.

Bei den geleakten Daten soll es sich einerseits um 360.000 Dateien handeln, die aus dem Roskomnadsor-Netzwerk heruntergeladen wurden. Laut den Zeitstempeln seien die neuesten Dateien am 5. März 2022 angelegt worden, heißt es von DDoSecrets. Bei den Dateien soll eine große Anzahl E-Mail-Anhänge umfassen, die Schadsoftware enthalten könnten. Entsprechend sei Vorsicht beim Öffnen der Dateien geboten.

Interne Datenbanken von Roskomnadsor

Neben dem Archiv mit den Dateien, das insgesamt 526,9 GByte umfasst, wurden auch zwei Datenbanken veröffentlicht. "Bei der einen scheint es sich um eine Datenbank für juristische Recherchen zu handeln, die dem Zeitstempel der Datei zufolge zuletzt im Jahr 2020 geändert wurde. Bei der anderen scheint es sich um eine Datenbank für Personalverfahren zu handeln", heißt es auf der Webseite von DDoSecrets. Die beiden Datenbanken sind demnach 290,6 GByte groß. Sowohl ein Archiv der Datenbanken als auch der Dateien können über Torrents und Magnet-Links heruntergeladen werden.

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DDoSecrets weist darauf hin, dass das Leak " inmitten oder nach einem Cyberwar oder hybriden Krieg veröffentlicht" wurde. Daher bestünde ein erhöhtes Risiko von Schadsoftware, Hintergedanken und veränderten oder implantierten Daten oder falschen Flaggen bzw. falschen Personas. Entsprechend lautet die Empfehlung, besonders vorsichtig mit den Daten umzugehen.

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ovbspawn 11. Mär 2022

Der war bestimmt auf Russenschlampen.de ;)

mtr (golem.de) 11. Mär 2022

Hallo, Danke für den Hinweis. Wir haben den Typo in der Überschrift behoben. Es sind 820...

Kakiss 11. Mär 2022

Ich lese ja echt gerne über Weltgeschichte und hab auch schon einiges über die Turkvölker...



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