Ukraine: Angeblich Petabyte an russischen Forschungsdaten vernichtet
280 Server seien durch Hacker beschädigt und rund zwei Petabyte an Forschungsdaten gelöscht worden, berichtet der ukrainische Militärnachrichtendienst. Ein Supercomputer sei ebenfalls lahmgelegt worden.
Eine Gruppe ukrainischer Hacker hat offenbar erneut einen folgenschweren Cyberangriff auf eine russische Organisation durchgeführt. Ziel des Angriffs war dieses Mal Russlands Planeta genanntes Zentrum für Weltraum-Hydrometeorologie.
280 Serversysteme seien beschädigt und insgesamt etwa zwei Petabyte an Informationen gelöscht worden, berichtete der ukrainische Militärnachrichtendienst GUR auf seiner Webseite. Die Folgen des Angriffs seien verheerend.
Planeta sei für den Empfang und die Verarbeitung von Satellitendaten zuständig, mit denen mehr als 50 staatliche Stellen beliefert werden, hieß es. Dazu zähle etwa das russische Verteidigungsministerium, der Generalstab sowie die Dienststellen des russischen Ministeriums für Notfallsituationen.
Laut Bleeping Computer nutzt Planeta Daten von Satelliten und verschiedenen auf der Erde stationierten Sensoren, um etwa Informationen für Vorhersagen des Wetters, des Klimas oder von Naturkatastrophen bereitzustellen. Das Forschungszentrum gehört zur russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und unterstützt neben dem Militär auch andere Sektoren wie die zivile Luftfahrt oder die Landwirtschaft.
Daten und Forschungsergebnisse gelöscht
"Der Wert der digitalen Daten, die Russland verloren hat, dürfte sich auf mindestens 10 Millionen Dollar belaufen", erklärte der ukrainische Geheimdienst. Die Angreifer, eine Gruppe von Cyber-Freiwilligen namens BO-Team, hätten meteorologische und Satellitendaten gelöscht, die zuvor von mehreren russischen Behörden aktiv genutzt worden seien. Auch hätten die Hacker über mehrere Jahre hinweg gewonnene "einzigartige Forschungsergebnisse" vernichtet.
Darüber hinaus sei ein im fernöstlichen Zentrum von Planeta eingerichteter Supercomputer lahmgelegt worden. Aufgrund der strengen Sanktionen gegen Russland sei es praktisch unmöglich, diesen wieder in Betrieb zu nehmen.
Selbst die Klimaanlagen und die Notstromversorgung des Zentrums seien infolge des Cyberangriffs ausgefallen. Dutzenden dem Verteidigungssektor zugeordneten russischen Unternehmen fehlten nun für lange Zeit wichtige Informationen und Dienste.
Der Ukrainekrieg findet auch online statt
Russland und die Ukraine griffen im Rahmen des Konflikts zuletzt häufiger auf Cyberangriffe zurück. Erst kürzlich verkündete der GUR einen Angriff der Hackergruppe Blackjack, bei dem angeblich sensible Informationen über russische Militäreinrichtungen erbeutet wurden.
Im Dezember traf es die Ukraine selbst: Ein Cyberangriff auf den ukrainischen Telekommunikationsdienstleister Kyivstar sorgte über mehrere Tage hinweg für weitreichende Ausfälle im ganzen Land, die Millionen von Einwohnern betrafen. Selbst Geldautomaten und Luftschutzsirenen waren dadurch wohl teilweise außer Betrieb.
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Also die Luftangriffe hängen oft mit dem Wetter zusammen - die Unterversorgung mit langen...
Mittlerweile sind die Argumente beider Seiten ausgetauscht. Bevor der Thread weiter in...
Es könnte auch sein, dass sie lange genug Zugriff hatten, um ggf. gemachte Backups zu...
Wie soll das gehen? Jedenfalls nicht wenn die Ruzzen das Großvater-Vater-Sohn Prinzip...