UI-Framework: Qt 6 erscheint mit neuer Grafikabstraktion

Die Version 6 des UI-Frameworks Qt soll die Nutzung von Grafik-APIs vereinfachen. Eine neue LTS-Version soll 2021 folgen.

Artikel veröffentlicht am , Ulrich Bantle/Linux Magazin/
Qt 6 ist erschienen.
Qt 6 ist erschienen. (Bild: Qt)

Das Qt-Unternehmen hat die aktuelle Version 6.0 seines gleichnamigen UI-Frameworks veröffentlicht. Das neue Major-Release erscheint damit rund acht Jahre nach Version 5.0, die einen großen Bruch zum Vorgänger umgesetzt hatte. Der Wechsel vom 5er-Zweig auf Qt 6 soll im Vergleich dazu aber deutlich weniger Probleme bereiten.

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Neu erstellt haben die Beteiligten eine Grafikarchitektur, die bei Qt Quick OpenGL mit einer Abstraktionsschicht für 3D-Grafik ersetzt. Dabei handelt es sich um RHI (Rendering Hardware Interface), das es ermögliche, die native 3D-Grafik-API der unterliegenden Plattform zu nutzen. Damit wird bei Windows Direct3D und bei MacOS Metal genutzt. Die OpenGL-spezifischen Klassen sind in Qt weiter enthalten, wandern nun aber von QtGUI in das QtOpenGL-Modul.

Zu den Highlights und den tiefgreifenden Neuerungen in Qt 6 zählt das Team außerdem die Nutzung von C++17, ein neues Level für die Sprache QML, die Zusammenführung von 2D und 3D in Qt Quick und ein neues Cmake-Build-System. Cmake als Build-System für Qt selbst bringt signifikante Verbesserungen gegenüber qmake. Besonders Projekte, die mit Cmake gebaut werden, profitieren davon, schreiben die Entwickler in der Ankündigung. Qmake bleibe aber weiterhin Bestandteil von Qt 6, es bestehe also kein Grund für einen Umstieg auf Cmake, obwohl dieser von den Entwicklern empfohlen werde.

Dass Qt nun einen C++17-kompatiblen Compiler voraussetze, ermögliche den Einsatz von moderneren C++-Sprachkonstrukten, teilen die Entwickler mit. Das gelte sowohl für die Entwicklung von Qt selbst als auch seitens der API. In Sachen Kompatibilität zu Qt 5.x haben sich die Entwickler bemüht, bereits in Version 5.15 einige APIs als veraltet auszuweisen. Wer die Deprecation-Warnungen einschalte und mit dem Aufräumen beginne, sei schon ein gutes Stück auf dem Weg zu Version 6 gekommen, glauben die Entwickler. Ein Modul namens QtCoreCompat soll zudem bei der Migration helfen. Es enthält einige der aus Qt 5 entfernten APIs und Klassen, die aus Qt 6 entfernt wurden.

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Das Qt-Unternehmen hatte Anfang dieses Jahres angekündigt, dass es Versionen mit Langzeitsupport künftig nur noch gegen Bezahlung anbieten wird. Die LTS-Versionen werden drei Jahre gepflegt. Alle anderen Nutzer von Qt erhalten nur ein Jahr lang Support einer Version. Zumindest für Linux-Distributionen und die KDE-Community als wohl größten Open-Source-Nutzer von Qt sollten die Auswirkungen dieser Entscheidung jedoch gering bleiben. Ob sich diese Annahme bewahrheitet, wird sich wohl aber erst mit dem nun tatsächlich anstehenden Wechsel auf Qt 6 zeigen. Die erste LTS-Version des 6er-Zweigs wird Qt 6.2, das im September 2021 erscheinen soll.

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