UI-Framework: Qt 5.7 erscheint mit vormals proprietären Modulen

Für die aktuelle Version 5.7 des UI-Frameworks Qt gelten neue Lizenzbestimmungen. Das nutzt das Qt-Unternehmen, um einige vormals proprietäre Module als freie Software bereitzustellen. Die KDE-Entwickler machen davon schon Gebrauch.

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Mit Qt lassen sich grafische Oberfläche erstellen.
Mit Qt lassen sich grafische Oberfläche erstellen. (Bild: The Qt Company)

Nur drei Monate nach Qt 5.6 ist die aktuelle Version 5.7 erschienen. Der vergleichsweise kurz erscheinende Entwicklungszeitraum ist allerdings auf die zahlreichen Verzögerungen bei der Vorgängerversion zurückzuführen. Qt-Technikchef Lars Knoll bekräftigte in der Ankündigung, dass sich in Version 5.7 dennoch viele Neuerungen fänden. Diese ließen sich auf das neue Lizenzschema zurückführen, das Qt nutzt, um vormals proprietäre Module zu befreien.

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So gilt für die freie Version von Qt nun die LGPLv3 als Standardlizenz für die Frameworks. Für Werkzeuge und Addons gilt zudem künftig die GPLv3. Die neuen Lizenzen werden mit 5.7 für einige Module verwendet, die bisher nur als proprietäre Software als Teil der kommerziellen Variante von Qt verfügbar waren.

Vormals proprietäre Module sind jetzt Open Source

Dazu gehören unter anderem Qt Charts, Qt Data Visualization, Qt Virtual Keyboard, Qt Purchasing und Qt Quick 2D Renderer. Das Modul für eine virtuelle Tastatur wird bereits in der kommenden Version 5.7 des KDE-Plasma-Desktops unter Wayland genutzt, wie der zuständige Entwickler Martin Gräßlin schreibt. In Qt 5.8, das voraussichtlich in einem halben Jahr veröffentlicht wird, sollen außerdem die Funktionen des Qt Quick Compilers frei verfügbar werden. Dafür seien aber noch einige Änderungen am Quellcode nötig.

Neu in Qt 5.7 sind außerdem die Qt Quick Controls 2. Mit dieser Bibliothek lassen sich Oberflächen in der Qt-eigenen Sprache QML erstellen. Der Code dazu ist komplett neu entstanden, um die Probleme der alten Kontrollelemente insbesondere auf Embedded-Geräten zu beheben. Das 3D-Modul wird in der aktuellen Version offiziell unterstützt und die Qt-Webengine kann nun genutzt werden, um per DRM geschützte HTML5-Videos abzuspielen.

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Zum Bauen von Qt 5.7 muss der Compiler den Standard C++11 unterstützen. Weitere technische Neuerungen sind im Projekt-Wiki aufgelistet.

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