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UI-Framework: Qt 5.4 bringt neue Web-Techniken und WinRT-Support

Neue Techniken für die Einbindung von Web-Inhalten, vollen WinRT-Support und viele Verbesserungen an den Grafik-Komponenten bietet die Veröffentlichung von Qt 5.4. Außerdem gibt es eine neue Lizenz und neue Möglichkeiten für kommerzielle Kunden.

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Für Qt 5.4 dankt Chef-Entwickler Lars Knoll auch der Community.
Für Qt 5.4 dankt Chef-Entwickler Lars Knoll auch der Community. (Bild: qt.io)

Das UI-Framework Qt ist in Version 5.4 erschienen. Die wohl größte Neuerung ist die Integration der neuen Web-Engine. Durch diese kann beim Einbetten von Web-Inhalten auf die Basis von Chromium zurückgriffen werden. Statt des bisher verwendeten Webkits kommt damit der Google-Fork Blink als Rendering-Engine zum Einsatz. Offiziell unterstützt wird die Web-Engine für Windows, OS X und Linux. In der Enterprise Embedded Version von Qt ist sie bereits veröffentlicht worden.

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Das Webkit-Modul wird zwar weitergepflegt, soll aber keine neuen Funktionen erhalten. Mit dem ebenfalls neuen Webchannel-Modul, das für die Integration von QML und C++ mit HTML und Javascript sorgt, können die QObject-Funktionen in Javascript weiterverwendet werden. Das Webview-Modul, das für iOS und Android bereitsteht, kann zudem auf die nativen Browser-Engines der Betriebssysteme zugreifen. Letzteres ist aber noch als technische Vorschau ausgewiesen.

Betriebssystem-Support ausgebaut

Mit Qt 5.4 wird nun auch die Windows Runtime (WinRT) stabil unterstützt, wodurch die Anwendungen einfach auf Windows Phones, Tablets und im Modern-UI der Desktop-Rechner laufen sollten. Für Smartphones muss mindestens Windows Phone 8.1 genutzt werden. Der Verzicht auf ältere Versionen erlaubt dem Team eine einfachere Pflege, da der Direct3D-Compiler nicht mehr verwendet wird. Das vereinfacht nach Angaben des Teams außerdem die Installation auf den Geräten.

Anwendungen, die den Android-Port von Qt verwenden, können mit Version 5.4 ein natives Look-and-Feel in QML-Kontrollelementen umsetzen, die auf dem Qt-Quick-Framework basieren. Bisher war dies nur für die sogenannten Widgets möglich und das auch nur über Umwege. Das native Aussehen wird das Standardverhalten aller Bedienelemente unter Android.

Das Entwickler-Team hat zudem daran gearbeitet, die aktuellen Versionen von iOS und Mac OS X zu integrieren. Außerdem kann Qt nun mit XCode 6 verwendet werden. Auch das neue Signierverfahren des Codes kann genutzt werden, was die Voraussetzung für die Aufnahme im App Store ist.

Grafikverbesserungen

Einen kompletten Ersatz für die in Qt 4 enthaltene QGLWidget-Klasse bietet das neue QOpenGLWidget. Dieses Modul erlaubt die Benutzung von Inhalten, die mit OpenGL gerendert worden sind, ähnlich wie jedes andere QWidget. Über ein neues Rendering-API lassen sich zudem Szenen von Qt Quick 2 in ein Framebuffer-Objekt rendern. So lassen sich mit Qt erstellte Inhalte in anderen Rendering-Engines verwenden.

Um die OpenGL-Unterstützung unter Windows zu verbessern, kann Qt dynamisch auf verschiedene Implementierungen zugreifen. Das erlaubt einen Wechsel zwischen dem nativen Treiber, die Angle-Implementierung von OpenGL ES 2.0 oder eine reine Software-Lösung.

Neu hinzugekommen sind auch BluetoothLE unter Linux dank Bluez, die Verwendung endlicher Automaten in QML und ein flacher Stil für die Qt-Quick-Bedienelemente. Kommerzielle Kunden können einen 2D-Renderer für Qt Quick einsetzen, der ohne OpenGL auskommt. Die Möglichkeiten für Qt auf eingebetteten Geräten sind zudem erweitert worden.

Zusätzlich zu den bisherigen Lizenzoptionen stehen einige Teile von Qt nun auch unter LGPLv3 bereit. Das Framework ist als Download auf den Projektseiten verfügbar. Parallel zu Qt 5.4 erscheint auch die offizielle IDE Qt Creator in der neuen Version 3.3.



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Seitan-Sushi-Fan 11. Dez 2014

Wurde abgelehnt. Ändert nichts daran, dass die CEF nicht haben wollen.

MistelMistel 10. Dez 2014

Schade das Cascades immer noch bei Qt 4.8 steckt, ich hoffe das da bald Qt 5.4...


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