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UI-Framework: Neue Lizenzvereinbarung für Qt stärkt Open Source

Die Offenheit des Quellcodes von Qt ist nun für alle unterstützten Betriebssysteme langfristig gesichert. Künftig nutzt Qt zudem die LGPLv3. Einige bisher proprietäre Teile sollen offengelegt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Qt wird offener.
Qt wird offener. (Bild: Qt.io)

Die Lizenzvereinbarung der KDE Free Qt Foundation mit dem Eigner von Qt stellt sicher, dass das Framework unter einer BSD-Lizenz veröffentlicht werden darf, falls mehr als 12 Monate lang keine freie Version des Frameworks bereitgestellt wird. Dieser Vertrag gilt zusätzlich zu X11 und Android nun auch für alle anderen unterstützten Betriebssysteme.

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Damit ist sichergestellt, dass der Code von Qt auch für Windows, Windows Phone, Mac OS X und iOS dauerhaft frei bleiben kann, auch wenn der Rechteinhaber an dem Framework, derzeit das Qt-Unternehmen, eine Veröffentlichung des Quellcodes unterlassen sollte. Dies gilt auch für jene Beiträge zum Code durch Externe, die noch nicht Teil einer veröffentlichten Version sind.

LGPLv3 als Standard

Die Standardlizenz für die freie Version ist künftig zudem die LGPLv3 für die Frameworks. Diese Lizenz garantiert, dass der auf einem Gerät laufende Code verändert und anschließend neu aufgespielt werden kann. Eine sogenannte Tivoisierung wird damit verhindert.

Dies helfe insbesondere dem Embedded-Segment, da die Geräte entweder offen sein müssen, oder der Hersteller sich für eine kommerzielle Lizenz entscheiden muss. Letzteres helfe dann wiederum dem Qt-Ökosystem, indem die Weiterentwicklung finanziert wird. Die LGPLv3 kann bereits seit Ende 2014 optional als Lizenz genutzt werden.

Weniger proprietärer Code

Für Werkzeuge und Addons gelte zudem künftig die GPLv3, mit den üblichen Ausnahmen, die verhindern, dass etwa vom Compiler erzeugter Code unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden muss. Zusätzlich dazu will das Qt-Unternehmen einige bisher ausschließlich proprietäre Module als freie Software veröffentlichen, um die beiden Varianten stärker zu vereinen.

Frei verfügbar werden sollen Qt Charts, Qt Data Visualization, Qt Virtual Keyboard, QML Profiler, der Clang Static Analyzer, Qt Test Integration sowie der Qt Quick 2D Renderer.

Begonnen werden soll mit dem neuen Lizenzmodell ab der Version 5.7, die möglicherweise im Spätsommer dieses Jahres erscheinen wird. Für das darauf folgende Qt 5.8 ist außerdem geplant, die Funktionen des Qt Quick Compilers frei verfügbar zu machen.

Die kommende Version 5.6, die im Februar erscheinen soll, wird als Langzeitversion drei Jahre lang mit Updates gepflegt. Damit sollte laut Qt genügend Zeit bleiben, um auf die veränderten Lizenzbedingungen reagieren zu können.



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DrWatson 20. Jan 2016

In der Hinsicht ist die FSF in ihren Ansichten Deckungsgleich mit Herstellern...

Rodion67 14. Jan 2016

Nun ja man könnte in das Gerät eine Unlock Funktion einbauen, die der Benutzer über USB...

Munahid 14. Jan 2016

Das Problem was Qt hat, ist eher, dass es zwar LGPLv3 ist, aber dann immer noch die...

MistelMistel 14. Jan 2016

Qt 4.8 ist leider die letzte Version die von Cascades unterstützt wird. Somit kann ich da...

birdy 14. Jan 2016

* Bisher wurde auch (L)GPL2.1 verwendet - da ist "Tivoization" möglich * Bisher war mit...


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