• IT-Karriere:
  • Services:

UHF-Band: Bundesnetzagentur gibt Frequenz für drahtlose Mikrofone frei

Theater, Opernhäuser, Messebetreiber, Konzertveranstalter bekommen die Frequenzen für drahtlose Mikrofone nun gratis. Doch wie lange noch?

Artikel veröffentlicht am ,
Einsatz bei einem Event
Einsatz bei einem Event (Bild: Sennheiser)

Die Bundesnetzagentur hat mitten in der Pandemie die Frequenznutzung für die Kultur- und Kreativwirtschaft kostenfrei und einfacher verfügbar gemacht. Wie die Behörde am 8. April 2020 bekanntgab, können die Frequenzen für drahtlose Mikrofone zum Beispiel in der Kulturwirtschaft künftig kostenlos und ohne förmlichen Antrag genutzt werden.

Stellenmarkt
  1. SCHUFA Holding AG, Wiesbaden
  2. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart

Dadurch entfallen rund 18.000 Einzelzuteilungen, Zuteilungsgebühren und Frequenznutzungsbeiträge im Bereich Rundfunk, Theater oder bei Konzertveranstaltungen. Dabei geht es um das Frequenzspektrum zwischen 470 und 694 MHz (UHF-Band). Der Frequenzbereich ist primär DVB-T2 zugeordnet, dort arbeiten aber auch die Kulturfrequenzen oder PMSE der Veranstaltungstechniker bei 470 bis 694 MHz mit drahtlosen Mikrofonen und In-Ear-Monitors. Die Mobilfunkbranche erhebt Anspruch darauf und bezeichnet den Bereich als Digitale Dividende III.

Jochen Zenthöfer, Sprecher der Initiative SOS (Save Our Spectrum), sagte Golem.de: "Das betrifft Theater, Opernhäuser, Messebetreiber, Konzertveranstalter, Hochschulen, Kirchen und andere Organisationen. Künftig entfallen hier Bürokratie, da die Nutzung nicht mehr angemeldet werden muss, und Kosten, da die Nutzung kostenfrei sein wird. Das ist ein ermutigendes Signal an alle Künstler und Kreativen in Deutschland."

Auch der Hersteller Sennheiser begrüßte die neue Allgemeinzuteilung der Bundesnetzagentur für Funkmikrofone. Dies sei eine enorme administrative und finanzielle Erleichterung für Nutzer drahtloser Produktionsmittel wie Funkmikrofone.

"Für diese Neuregelung haben sich Sennheiser und Anwendergruppen wie SOS - Save Our Spectrum seit knapp zwei Jahren stark gemacht. Viele Gespräche wurden geführt, um andere Nutzergruppen und Politiker zu überzeugen - nun hat es mit dem Bürokratieabbau geklappt" erklärte Andreas Wilzeck, Head of Spectrum & Innovation bei Sennheiser. "Die anlagenbezogene Gebühr für eine Mikrofonanlage fällt nun ersatzlos weg. Das ist gerade in diesen schwierigen Zeiten für die Branche ein wichtiges Signal." Die Allgemeinzuteilung ist bis zum 31. Dezember 2030 befristet.

Allerdings nütze die Kostenfreiheit nichts, wenn keine Frequenzen mehr vorhanden seien. "Deshalb muss Bundesminister Andreas Scheuer beim zweiten Mobilfunkgipfel am 26. April auch bekräftigen, dass die UHF-Frequenzen, wie bisher immer versprochen, mindestens bis 31. Dezember 2030 im bisherigen Rahmen für Rundfunk und Kreativwirtschaft erhalten bleiben", sagte Zenthöfer. Die Kreativ-, Veranstaltungs- und Messewirtschaft in Deutschland benötige nun dringend Frequenzsicherheit - ebenso der Rundfunk, dessen terrestrische Verbreitung gerade in Zeiten der Pandemie unverzichtbar sei und von vielen Menschen genutzt werde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. gratis
  2. Prime 30 Tage kostenlos testen - danach 7,99€ pro Monat, jederzeit kündbar
  3. (u. a. 11 bis 12 Uhr: LG 49SM86007 für 389€ - 14 bis 15 Uhr: LG 65UM7000 für 499€ - 15 bis 16...
  4. 229,90€ (Vergleichspreis 254€)

Avalanche 09. Apr 2020 / Themenstart

Danke für die Info. Ich kannte bisher nur den Bandbreitenbreich im Funkumfeld (12,5kHz...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Warcraft 3 Classic und Warcraft 3 Reforged im Vergleich

Classic vs Reforged: Im Video vergleicht Golem.de die Grafik der ursprünglichen Fassung von Warcraft 3 mit der von Blizzard erstellten Neuauflage.

Warcraft 3 Classic und Warcraft 3 Reforged im Vergleich Video aufrufen
Corona: Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen
Corona
Der Staat muss uns vor der Tracing-App schützen

Politiker wie Axel Voss fordern "Anreize" für die Nutzung der Corona-App. Doch das schafft nicht das notwendige Vertrauen in die staatliche Technik.
Ein Gastbeitrag von Stefan Brink und Clarissa Henning

  1. Schnittstelle installiert Android-Handys sind bereit für die Corona-Apps
  2. Corona-App Google und Apple stellen Bluetooth-API bereit
  3. Coronapandemie Quarantäne-App soll Gesundheitsämter entlasten

Big Blue Button: Wie CCC-Urgesteine gegen Teams und Zoom kämpfen
Big Blue Button
Wie CCC-Urgesteine gegen Teams und Zoom kämpfen

Ein Verein aus dem Umfeld des CCC zeigt in Berlin, wie sich Schulen mit Open Source digitalisieren lassen. Schüler, Eltern und Lehrer sind begeistert.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Mint-Allianz Wir bleiben schlau! Wir bleiben unwissend!
  2. Programmieren lernen Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

    •  /