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Gutes Streaming, bessere Scheibe

Nehmen wir das Beispiel Mad Max: Fury Road. Gefilmt wurde digital mit Arri-Alexa-Kameras in einer Auflösung von 2.8K und in einem 2K-Digital-Intermediate (DI) finalisiert.

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Die bestmögliche Streaming-Qualität erhalten Kunden über die Apple-TV-4K-Box. In der 4K-HDR-Fassung beträgt die Bitrate durchschnittlich 24 Mbps. In fordernden Szenen ruft sie maximal 30 Mbps ab. Die Bildrate und den Dynamikumfang für Farben und Kontrast gibt Apples Streamingbox automatisch korrekt an den angeschlossenen TV weiter: Bei Mad Max sind das die volle Auflösung von 3.840x1.600 Bildpunkten bei 24 Bildern pro Sekunde und HDR. Als Codec dient H.265 (HEVC).

Die Blu-ray liefert eine Auflösung von 1.920x900 Pixeln bei einer höheren durschnittlichen Bitrate von 40 Mbps. Allerdings wird die Blu-ray mit einem älteren Codec codiert. Statt HEVC kommt hier noch AVC zum Einsatz. Der Dynamikumfang beträgt nur SDR. Vergleicht man diese Fassung mit der Streamingversion wirkt die Blu-ray durch mehr Bitrate pro Pixel angenehmer. Die Bitrate ist für die geringere Auflösung ausreichend, Artefaktbildung ist nur selten zu erkennen. Auf der Blu-ray findet sich also ein nahezu ideales SDR-Bild. Da der Film sowieso nicht in nativem 4K vorliegt, gehen fast keine Details verloren.

Die Streaming-Version fällt trotz des modernen Codecs und höchstmöglicher Bitrate negativ in puncto Artefaktbildung auf. Alle paar Minuten ist außerdem trotz HDR das sogenannte Banding, also ein schroffer Farbübergang, sichtbar im Himmel. Artefakte sind ebenfalls in den Himmel-Szenen sichtbar. Trotzdem wirkt die Streaming-Fassung wegen der zusätzlichen Farben und mehr Kontrast dreidimensionaler und deutlich lebhafter als die SDR-Version der Blu-ray.

Das beste beider Welten vereint die Ultra-HD-Blu-ray. Sie bietet eine hochskalierte 4K-Fassung inklusive HDR-Unterstützung bei einer durchschnittlichen Bitrate von 70 Mbps. Auch bei genauem Hinsehen entdecken wir keine Artefaktbildung, das Banding bei Farbverläufen im Himmel ist allerdings nicht völlig verschwunden. Ob das an der noch nicht hundertprozentigen Darstellung unserer OLED-Panels von 10Bit Rec.2020 liegt oder am Mastering der HDR-Fassung von Mad Max, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Festzuhalten ist aber, dass zumindest im einzelnen Bereich Banding die SDR-Version von Mad Max der HDR-Fassung überlegen ist. Bewerten wir den Film aber visuell als Ganzes, ist die HDR-Version durch den besseren Kontrast, aufwändigeres Lichtspiel und mehr Details in den Schatten hochwertiger.

Ohren gespitzt

Beim Sound sind die Unterschiede drastischer. Die meisten Streaming-Anbieter komprimieren die Tonspur stark. Dadurch geht Dynamik verloren, was selbstverständlich primär Nutzer bemerken werden, die eine passende große Soundanlage nutzen. Um bei Mad Max zu bleiben: Die besonders hochwertige objektbasierte Atmos-Tonspur im Originalton findet sich auf beiden Blu-ray-Scheiben.

Im Vergleich bieten Apple und Amazon aktuell nur einfachen 5.1 Mehrkanalton. Apple will Dolby-Atmos-Unterstützung später noch in diesem Jahr einführen. Auch hier dürfte der Ton aber im Vergleich nur deutlich komprimiert vorliegen, so ähnlich wie bei Netflix-Serien mit Dolby-Atmos-Tonspur.

 UHD-Blu-ray im Langzeit-Test: Die letzte Scheibe für Qualitäts-Junkies4K-Real und HDR-Fiktion und Fazit 
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Varnica 26. Sep 2018

Hallo :) Also ich muss ja sagen, dass ich mit der Qualität bisher echt zufrieden bin...

MickeyKay 18. Sep 2018

Habe noch mal nachgeschaut: Das ist der Canopus ADVC-55. Gibt es bestimmt noch in...

Zebbelin 11. Sep 2018

Ah den habe ich übersehen :-( Habe mir von Nubert die NuVero Serie gegönnt (110/70/30...

badman76 10. Sep 2018

Deswegen lese ich vor dem Kauf die Rezensionen und Reviews auf einschlägigen Portalen...

Ainsley 10. Sep 2018

Ich verstehe nicht, warum die deutschen Blu-rays oftmals mit einer qualitativ...


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