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Ufo-Sichtungen: Obama und die Unbekannten Flugobjekte

Er ist kein Spinner und hat keine erkennbare Agenda in Sachen Aliens: Dass Barack Obama Ufo-Sichtungen bestätigt, ist etwas Besonderes.
/ Peter Steinlechner
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Ufo-Installation in Brasilien (Bild: Evaristo Sa/AFP via Getty Images)
Ufo-Installation in Brasilien Bild: Evaristo Sa/AFP via Getty Images

Ich weiß, dass es Wesen vom fremden Stern gibt! Wenn mein Lieblingshund Gino einen Turnschuh in Überlichtgeschwindigkeit in Plastikmüll verwandelt oder im Kryoschlaf auch von einer Supernova im Wohnzimmer nicht geweckt werden würde, denke ich mir: Diese Kreatur muss mit einem Raumschiff auf unseren Planeten gelangt sein.

Davon abgesehen interessieren mich Aliens und ihre fliegenden Untertassen nur als Freunde oder Feinde in Computerspielen.

Dennoch finde ich, dass jüngste Äußerungen von Barack Obama über Ufos ( Unbekannte Flugobjekte(öffnet im neuen Fenster) ) ein wichtiger Moment in der Beschäftigung mit außerirdisch wirkenden Phänomenen sein könnten.

Mir sind bisher keine Statements von vergleichbar seriösen Personen bekannt. Frühere Veröffentlichungen etwa des US-Militärs fand ich interessant, aber im Hinblick auf ihre Glaubwürdigkeit schwierig einzuordnen.

Wer von der Sache noch nichts mitbekommen hat: Obama sagte Mitte Mai 2021 in einer Late-Night-Show(öffnet im neuen Fenster) im Rahmen eines Gesprächs über Aliens, dass es "Aufnahmen von Objekten am Himmel gibt, von denen wir nicht sagen können, was sie genau sind" .

Er bezog sich auf Videos des US-Militärs. Gemeint sind die bekannten Filmchen, die schlecht erkennbare Objekte mit merkwürdigen Flugmanövern zeigen.

Obama ließ keinen Zweifel daran, dass die Aufnahmen aus seiner Sicht echt sind. Nach seinem Wissen seien die Objekte manövrierfähiger und schneller als alles, was das US-Militär zur Verfügung habe. Es gebe keine unmittelbare Erklärung für die Phänomene.

Erstkontakt eher nicht so bald

Wenn Obama über die Sichtung unbekannter Flugobjekte spricht, ist das etwas Besonderes. Erstens verfolgt der ehemalige US-Präsident keine erkennbaren Eigeninteressen. Er verkauft weder Bücher über glubschäugige Aliens noch muss er Forschungsbudgets beantragen.

Zweitens hat sich Obama über viele Jahrzehnte als vertrauenswürdige Person erwiesen. Selbst die allermeisten seiner politischen Gegner dürften anerkennen, dass er kein Wirrkopf oder Lügner ist.

Und drittens dürfte Obama einen Überblick über die Berichte unter anderem des US-Militärs gehabt haben und weiterhin haben. Das unterscheidet ihn etwa von Piloten, die anekdotisch über ihre Begegnungen mit unbekannten Flugobjekten sprechen.

Dieser dritte Punkt ist der, bei dem ich noch am meisten Restzweifel habe: Wie verlässlich und echt sind die Informationen, die Obama erhalten hat? Zumindest in der TV-Sendung hat er den Eindruck erweckt, dass er die Aufnahmen für authentisch hält.

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Das alles muss noch lange nicht bedeuten, dass irgendwelche fremden Zivilisationen tatsächlich mit Sonden unseren Planeten erforschen oder dass der Erstkontakt unmittelbar bevorsteht.

Bis wir mehr wissen, gehe ich weiterhin davon aus, dass es sich bei den unbekannten Fluggeräten um experimentelle Drohnen oder Naturphänomene handelt – oder um Gino im Superhundemodus.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).


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