uFlix: Netflix beginnt, VPN-Nutzer aktiv auszusperren

Netflix hat damit begonnen, die australischen Nutzer von VPNs auszuschließen. Das berichtet der Sydney Morning Herald(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Dienst uFlix(öffnet im neuen Fenster) . Die Blockade betreffe bisher einige wenige Nutzer. Das Unternehmen, das seinen Dienst aktiv mit der Umgehung der Geoblockaden von Netflix und anderen Streamingdiensten bewirbt, erwartet eine Zunahme der Kundenbeschwerden in den kommenden Tagen.
Eine Rückerstattung des bezahlten Geldes für die Kunden gebe es jedoch nicht, erklärte uFlix. uFlix habe jedoch schon einen Workaround für die Netflix-Blockaden gefunden. "Wir warten noch einige Tests ab" , gab das Unternehmen bei Facebook bekannt. uFlix hat seinen Sitz in Melbourne.
uFlix' Managing Director Peter Dujan sagte Fairfax Media: "Wir vermuten, dass sie bekannte IP-Bereiche blockieren und zusätzliche Informationen von dem Browser des Nutzers oder mobilen Geräts gewinnen und sie mit den Proxy- und IP-Adressen vergleichen." Es sei ein Katz- und Maus-Spiel.
"Nutzer mit Geoblocking zu illegalen Tauschplattformen getrieben"
Auch ExpressVPN ist von der Blockade betroffen. ExpressVPN-Sprecher David Lang sagte, dass die Nutzer mit dem Geoblocking zu den illegalen Tauschplattformen getrieben würden.
Netflix werde mit Technologien der Filmstudios sein Vorgehen gegen Proxys verstärken, hatte Netflix-Chef Reed Hastings auf der Konferenz DLD in München angekündigt. In den nächsten Wochen werde es mit Proxy-Servern und Mechanismen zur Umgehung von Zugriffsbeschränkungen nicht mehr möglich sein , auf Inhalte zuzugreifen, die in der eigenen Region nicht verfügbar sind.
Besonders das US-Programm von Netflix ist im Ausland beliebt, weil dort bekannte Serien oft bis zu ein Jahr früher verfügbar sind. Einzelne Proxy-Server blockiert Netflix schon längere Zeit.



