UEFI: Linux macht Samsungs Notebooks kaputt

Wer Ubuntu 12.04 und 12.10 auf einem Notebook von Samsung installiert, läuft Gefahr, das Gerät zu schrotten(öffnet im neuen Fenster) . Offensichtlich führt ein Fehler im Zusammenspiel des Kernel-Treibers samsung-laptop mit UEFI in einigen Notebooks von Samsung dazu, dass diese nicht mehr starten. Die Firmware geht dabei kaputt.
Der Bug betrifft die Notebooks der Baureihe 530U3C, NP700Z5C, NP700Z7C, NP530U3C, NP300E5C, NP900X4C und 300E5C. Beim 530U3C hängte sich das Notebook im Livebetrieb auf. Das System wurde dabei von einem USB-Stick mit UEFI gestartet. Während Samsung bei einem Besitzer ein neues Mainboard austauschte, weil der Rechner tot war, konnte ein anderer Anwender auf einem NP530U3C mit F3 zumindest von einer CD mit Windows PE booten und sein Bios wieder herstellen.
Fehler im Treiber
Laut Ubuntu-Entwickler Steve Langasek habe Samsung zunächst angedeutet(öffnet im neuen Fenster) , dass ein Fehler im Kernel-Modul samsung-laptop die Firmware der Notebooks unbrauchbar macht. Es habe bereits andere Berichte über Probleme mit dem Treiber gegeben, die den Kernel-Entwicklern bekannt sind.
Bislang haben Ubuntu-Entwickler eine Version des Linux-Kernels veröffentlicht, die das Modul samsung-laptop deaktiviert, wenn UEFI aktiviert ist. In den Daily Builds von Ubuntu sind diese Kernel-Versionen bereits integriert(öffnet im neuen Fenster) .
Vorsicht geboten
Auf Rechnern mit UEFI lässt sich meist auch CMS (Compatibility Support Module) einschalten. Mit diesem Kompatibilitätsmodus startet der Rechner als traditioneller PC. Allerdings lässt sich dann Linux nicht parallel zu Windows installieren. Ob Secure Boot aktiviert ist oder nicht, spielt allerdings keine Rolle.
Der Fehler wurde aber bislang noch nicht repariert. Langasek berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Samsung-Entwickler an einem Bios-Update arbeiten, das den Fehler beseitigen soll. Trotz aller Workarounds sollten Besitzer eines Samsung-Notebooks vorsichtig sein, wenn sie Ubuntu oder möglicherweise andere Linux-Distributionen darauf installieren.



