UEFI: Firmware-Updates unter Linux werden einfacher
Version 2.5 der UEFI-Spezifikation standardisiert Updates der Firmware. Diese geradezu bahnbrechende Nachricht(öffnet im neuen Fenster) hat der Red-Hat-Angestellte Peter Jones, Repräsentant des Unternehmens in der UEFI-Arbeitsgruppe, seinen Kollegen mitgeteilt. Die Gnome- und Red-Hat-Entwickler arbeiten bereits an Prototypen und stellen ihre Pläne nun ausführlich vor(öffnet im neuen Fenster). Damit könnten sie ein fast jahrzehntealtes Problem lösen.
Denn bisher war die Aktualisierung der Firmware, vor allem auf Rechnern und Laptops für den Heimgebrauch, in den meisten Fällen auf die Verwendung von Windows beschränkt. Die Hersteller stellen Update-Routinen oft für kein anderes System bereit. Glück hatten Linux-Nutzer, die Updates aus dem Menü der Firmware heraus einspielen konnten, etwa über einen USB-Stick. Viele konnten ihre Firmware aber ohne eine Windows-Installation nur sehr schwer oder gar nicht aktualisieren.
So einfach wie möglich
Richard Hughes schreibt in seinem Blog, dass das von Jones erstellte Kommandozeilenwerkzeug bereits Beispiel-Firmware auf einen entsprechenden Chip laden könne, auch wenn dies derzeit noch mit einigen Problemen verbunden sei. Um den Prozess zu vereinfachen plant das Team, entweder selbst RPM-Pakete anzubieten, falls die Firmware weiterverteilt werden darf, oder Nutzer zumindest über verfügbare Updates zu informieren.
Grafisch aufgearbeitet werden sollen diese Aktionen über Gnome Software, das einige Informationen zu dem eigentlichen Update anzeigen können soll. Mit Hilfe von Appstream(öffnet im neuen Fenster) könnten sogar Zusatzinformationen wie Übersetzungen oder Lizenzbestimmungen dargestellt und von den Linux-Distributionen untereinander geteilt werden.
Die eigentliche Installation soll dabei von einem Daemon übernommen werden, an dem Hughes arbeitet. Dieses Werkzeug soll zudem die Berechtigung des Nutzers via Policykit verifizieren und überprüfen, ob die Firmware-Datei zu der genutzten Hardware passt. Beim nächsten Neustart soll die neue Firmware dann schließlich automatisch eingespielt werden.
Obwohl inzwischen Prototypen der Software existieren, ist diese noch weit entfernt davon, eingesetzt werden zu können. Hughes möchte sich mittelfristig darauf konzentrieren, alle notwendigen Bestandteile für den Vorgang in die Entwicklungsversion von Fedora zu integrieren.
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