Übung Sharpshooter: Fregatte wehrt Drohnenschwarm ab

Die Fregatte HNLMS Evertsen(öffnet im neuen Fenster) der Königlich Niederländischen Marine hat vor der Küste von Wales erstmals an der Übung Sharpshooter teilgenommen. Die HNLMS Evertsen operierte drei Tage lang etwa 30 Kilometer vor dem Testgelände des britischen Verteidigungsministeriums bei Aberporth, wie das UK Defense Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Laut dem Rüstungsunternehmen QinetiQ(öffnet im neuen Fenster) simulierte die Übung Angriffsszenarien mit Luft- und Wasserdrohnen. Die Besatzung und die Technik der Fregatte musste Bedrohungen erkennen, verfolgen und ausschalten. Dabei setzte QinetiQ Banshee-Whirlwind-Flugdrohnen(öffnet im neuen Fenster) und unbemannte Hammerhead-Überwasserfahrzeuge(öffnet im neuen Fenster) für simulierte Schwarmattacken ein. Die Besatzung schoss fünf Luftziele ab und versenkte zwei Überwasserdrohnen. Virtuelle Bedrohungen durch Marschflugkörper, ballistische Raketen und feindliche Flugzeuge ergänzten das Szenario.
Realistische Ausbildung wird zur Priorität
Kommandant Marcel Keveling von der niederländischen Marine betonte den Wert des Trainings für die Einsatzbereitschaft. Das Schießen auf echte Ziele über mehrere Tage halte die Besatzung wachsam und liefere Erkenntnisse für tatsächliche Einsätze. Angesichts der globalen Unsicherheiten werde realistische Ausbildung immer wichtiger.
Das Szenario entwickelte Inzpire, eine QinetiQ-Tochter. Taktische Spezialisten kombinierten echte Ziele mit vom Computer simulierten Gegnern und testeten alle Verfahren an Bord – von der Erkennung bis zum Waffeneinsatz.
QinetiQ betreibt 16 Standorte in Großbritannien im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft mit dem Verteidigungsministerium. Der britische Zerstörer HMS Dauntless(öffnet im neuen Fenster) durchlief 2024 ein ähnliches Training, bevor er zur britischen Trägerkampfgruppe stieß.



