Abo
  • IT-Karriere:

Überwachungskameras: Aldi-Manager zoomten Kundinnen unter den Rock

Aldi-Manager sollen sexistische Aufnahmen von Kundinnen gemacht haben. Auch die PIN-Eingabe im Kassenbereich hätten sie mit Überwachungskameras gefilmt.

Artikel veröffentlicht am ,
Überwachungskameras: Aldi-Manager zoomten Kundinnen unter den Rock
(Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Laut einem Bericht des Magazins der Spiegel haben Aldi-Manager Überwachungskameras missbraucht, um erotische Aufnahmen von Kundinnen zu machen. Wenn sich Frauen mit Miniröcken oder tiefen Ausschnitten beim Einkauf bückten oder vorbeugten, hätten die Filialleiter sie mit ihren Kameras herangezoomt. Die Filme seien auf CDs gebrannt und ausgetauscht worden.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München
  2. Computacenter AG & Co. oHG, Erfurt, Kerpen

Geschehen sei dies in Aldi-Süd-Filialen in Hessen, darunter in Frankfurt am Main und in Dieburg.

Aldi Süd hat den Vorfall nicht direkt kommentiert, erklärte aber dem Spiegel, dass "das Fehlverhalten eines einzelnen Mitarbeiters nicht ausgeschlossen" sei. "Sollte ein missbräuchlicher Umgang den Vorgesetzten bekannt werden, wird ein solches Vorgehen umgehend untersucht, unterbunden und zieht entsprechende disziplinarische Konsequenzen nach sich."

Mobile Minikameraanlagen im Einsatz

Bei Aldi seien Detektive auch damit beauftragt, Beschäftigte mit mobilen Minikameraanlagen zu überwachen. Diese Anlagen kamen sogar in Bereichen der Aldi-Märkte zum Einsatz, in denen es gar keine Kundenkontakte und damit auch keine Hinweisschilder gab. Das Unternehmen erklärte, dies sei nur "in Verdachtsfällen" erfolgt.

Die Minikameraanlagen kamen auch im Kassenbereich zum Einsatz, wo bei Kartenzahlungen die PIN-Eingabe erfolgt. Aldi Süd erklärte dem Spiegel, dass "die Pin- Eingabe keinesfalls einsehbar" war. Die dem Spiegel vorliegenden Überwachungsaufnahmen zeigten jedoch eindeutig das EC-Karten-Terminal.

Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, erklärte: "Die Vorgänge zeigen, dass dringend ein Beschäftigtendatenschutzgesetz erforderlich ist, das heimliche Videoüberwachung am Arbeitsplatz untersagt. Sollte sich bewahrheiten, dass tatsächlich die PIN-Eingabe bei Kartenzahlungen an der Kasse gefilmt wurde, muss mit aller Härte reagiert werden. Auch das Erstellen von sexistischen Filmen von Kundinnen beim Einkauf muss streng geahndet werden." Ein solches Verhalten auch einzelner Mitarbeiter dürfe nicht hingenommen werden, sagte Piltz.

Die Discounterkette dürfte sich damit für die Anwartschaft auf den Negativpreis Big Brother Award im kommenden Jahr qualifiziert haben.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 88,00€
  2. 107,00€ (Bestpreis!)
  3. 135,80€
  4. (u. a. Alien 40th Anniversary Steelbook, Ash vs Evil Dead Collector's edition, Predator 1 - 4 Box...

Helicon 03. Mai 2012

Die Welt dankt dir!

Bouncy 03. Mai 2012

Eben, mag sein - ich dagegen hab noch nie so einen Aldi gesehen, alle zig Aldi in der...

__destruct() 02. Mai 2012

Oh je, schon wieder etwas komplett sinnloses gehört. (Ich meine die "Löschquote", nicht...

honk 02. Mai 2012

Warum, weil es schon ein paar Jahre her ist, das spiegel online da über die...

narf 02. Mai 2012

also das irgendwelche angestellten personen kundinnen mit videokameras unter den rock...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  2. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich
  3. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /