Abo
  • IT-Karriere:

Überwachung: US-Polizisten schauen per Radar in Wohnungen

Einige US-Strafverfolgungseinheiten haben Radargeräte, mit denen sie durch Mauern hindurch feststellen können, ob sich Menschen in einem Gebäude aufhalten. Sie werden meist im Geheimen eingesetzt. Bürgerrechtler und Richter kritisieren den Eingriff in die Privatsphäre.

Artikel veröffentlicht am ,
Wandradar Range-R: erkennt so leichte Bewegungen wie Atmen
Wandradar Range-R: erkennt so leichte Bewegungen wie Atmen (Bild: L-3 Communications)

Ist jemand zu Hause? Einige US-Strafverfolger können es von draußen sehen: Sie haben ein Radargerät, das durch Wände sehen kann. Mindestens 50 Strafverfolgungsbehörden hätten das System angeschafft, berichtet die US-Tageszeitung USA Today.

Stellenmarkt
  1. Stiftung Hannoversche Kinderheilanstalt, Hannover
  2. ekom21 - KGRZ Hessen, Kassel, Gießen

Range-R heißt das Gerät, das von dem US-Unternehmen L-3 Communications entwickelt wurde. Es arbeitet nach dem Prinzip eines Dauerstrichradars mit einer schrittweisen Änderung der Frequenz (Stepped-Frequency Continuous Wave, SFCW).

Bewegung ändert das Signal

Das Gerät sendet Funkwellen durch eine Mauer, die von Objekten dahinter reflektiert werden und zu dem Gerät zurückkommen. Bewegt sich das Objekt, ändert sich die Frequenz des Signals. So erkennt das Gerät, ob sich in dem Raum etwas oder jemand bewegt. Es ist so sensibel, dass es auch eine so geringe Bewegung wie Atmen erkennt. Es erfasst also auch einen Menschen, wenn dieser steht oder sitzt.

Auf einem Display zeigt das Range-R an, ob es eine Bewegung erkannt hat, und wie weit diese entfernt ist. Die Reichweite des Geräts beträgt gut 15 Meter. Ein Blick in eine Wohnung ist mit diesem Gerät nicht möglich.

Einsatz unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Behörden, darunter der US Marshall Service und die US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI), haben das System vor rund zwei Jahren eingeführt. Das sei weitgehend unbemerkt von Gerichten geschehen, berichtet USA Today. Die Strafverfolger sagten nichts darüber, wann und wie sie das System einsetzten. Sie begründeten den Einsatz des Radars damit, dass es Beamten Schutz biete, da sie einen Blick in ein Gebäude werfen könnten, bevor sie hineingingen.

Bürgerrechtlern und Richtern hingegen ist das System nicht geheuer: "Die Vorstellung, dass die Regierung Signale durch die Wand Ihres Hauses sendet, um herauszufinden, was darin ist, ist problematisch", sagte Christopher Soghoian von der American Civil Liberties Union der Zeitung. Ein solches Gerät sei ein Eingriff in die Privatsphäre.

Richter kritisieren Radareinsatz

Richter eines Berufungsgerichts in Denver im Bundesstaat Colorado kritisierten im Dezember vergangenen Jahres den Einsatz eines solchen Gerätes. In einer Verhandlung wurde der Einsatz des Radars bekannt: Beamte hatten damit in eine Wohnung geschaut, bevor sie einen Mann, der gegen Bewährungsauflagen verstoßen hatte, festnahmen.

Das Radar sei eingesetzt worden, obwohl kein Durchsuchungsbeschluss vorgelegen habe, bemängelten die Richter. Ein System, das einen Blick in eine Wohnung ermögliche, ohne einen entsprechenden Gerichtsbeschluss einzusetzen, stelle den 4. Zusatzartikel zur Verfassung infrage. Dieser Zusatzartikel sichert unter anderem die Unantastbarkeit der Wohnung zu.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ für PC/69,99€ für PS4, Xbox (Release am 4. Oktober)
  2. 34,99€
  3. 26,99€
  4. 3,99€

xSynth 21. Jan 2015

Anpöbeln? Flüchtigkeitsfehler sind das heutzutage nicht mehr, wenn es sogar in Werbungen...

Dwalinn 21. Jan 2015

Natürlich haben die dadurch nutzen... aber wozu sich die Mühe machen? Bei einer Kollegin...

der kleine boss 21. Jan 2015

Stimmt, ja jetzt wo du es sagst wird es bald echt so funktionieren...

Der Held vom... 21. Jan 2015

Möglich. Aber dann kann man den missglückten Zugriff immer noch als Rettungsmaßnahme für...

Dwalinn 21. Jan 2015

Genau Klingeln.... "Achtung wir wollen das Haus gleich stürmen und wollen gerne wissen ob...


Folgen Sie uns
       


Akku-Recycling bei Duesenfeld

Das Unternehmen Duesenfeld aus Peine hat ein Verfahren für das Recycling von Elektroauto-Akkus entwickelt.

Akku-Recycling bei Duesenfeld Video aufrufen
Timex Data Link im Retro-Test: Bill Gates' Astronauten-Smartwatch
Timex Data Link im Retro-Test
Bill Gates' Astronauten-Smartwatch

Mit der Data Link haben Timex und Microsoft bereits vor 25 Jahren die erste richtige Smartwatch vorgestellt. Sie hat es sogar bis in den Weltraum geschafft. Das Highlight ist die drahtlose Datenübertragung per flackerndem Röhrenmonitor - was wir natürlich ausprobieren mussten.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smart Watch Swatch fordert wegen kopierter Zifferblätter von Samsung Geld
  2. Wearable EU warnt vor deutscher Kinder-Smartwatch
  3. Sportuhr Fossil stellt Smartwatch mit Snapdragon 3100 vor

Ocean Discovery X Prize: Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee
Ocean Discovery X Prize
Autonome Fraunhofer-Roboter erforschen die Tiefsee

Öffentliche Vergaberichtlinien und agile Arbeitsweise: Die Teilnahme am Ocean Discovery X Prize war nicht einfach für die Forscher des Fraunhofer Instituts IOSB. Deren autonome Tauchroboter zur Tiefseekartierung schafften es unter die besten fünf weltweit.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. JAB Code Bunter Barcode gegen Fälschungen

Ada und Spark: Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen
Ada und Spark
Mehr Sicherheit durch bessere Programmiersprachen

Viele Sicherheitslücken in Software sind auf Programmierfehler zurückzuführen. Diese Fehler lassen sich aber vermeiden - und zwar unter anderem durch die Wahl einer guten Programmiersprache. Ada und Spark gehören dazu, leider sind sie immer noch wenig bekannt.
Von Johannes Kanig

  1. Das andere How-to Deutsch lernen für Programmierer
  2. Programmiersprachen, Pakete, IDEs So steigen Entwickler in Machine Learning ein

    •  /