Abo
  • Services:
Anzeige
In Mexiko gibt es eine Steuer auf Softdrinks - und mächtige Gegner dieser Steuer.
In Mexiko gibt es eine Steuer auf Softdrinks - und mächtige Gegner dieser Steuer. (Bild: Edgard Garrido/Reuters)

Mexiko ist Kunde der NSO Group

Die Masse der SMS und ihre extrem plumpe Machart im Vergleich zu jenen, die Mansoor bekam, spreche für "ein starkes Verlangen der Täter, das Gerät von Dr. Barquera zu kompromittieren", heißt es im Bericht des Citizen Lab, an dem auch Marczak und Scott-Railton mitgewirkt haben. "Sie haben nicht besonders intensiv versucht, nicht entdeckt zu werden. Ihnen war es offenbar wichtiger, die Zielpersonen zu einem Klick auf einen der Links zu verleiten." Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Entweder mangelt es den Tätern an Professionalität. Oder sie wissen, dass sie keine Konsequenzen befürchten müssen, falls sie erwischt werden.

Anzeige

Jedenfalls wurden die drei Empfänger schnell misstrauisch und wandten sich an mexikanische NGOs, die sich auf technische Themen spezialisiert haben. Die wiederum nahmen Kontakt mit der Bürgerrechtsorganisation Access Now auf und die letztlich mit dem Citizen Lab und Amnesty International. Deren Sicherheitsspezialisten stellten fest, dass die Links in den SMS erstens dazu gedacht waren, die Pegasus-Software heimlich auf den Zielgeräten zu installieren. Und dass sie zweitens auf dieselbe Infrastruktur der NSO Group führten wie schon die Links, die Mansoor anklicken sollte.

Auch ein regierungskritischer Journalist geriet ins Visier

Die Fachleute konnten wiederum nicht mit Sicherheit sagen, wer die Hacks gegen die Aktivisten und den Ernährungswissenschaftler in Auftrag gegeben hat. Aber NSO hat in den vergangenen Jahren mehrere Verträge mit der mexikanischen Regierung geschlossen, im Wert von mindestens 15 Millionen US-Dollar, wie die New York Times im vergangenen Jahr berichtete. Laut Ha'aretz ging es sogar um 20 Millionen US-Dollar. Verschiedene Behörden des Landes haben also Zugriff auf NSO-Technik.

Außerdem bekam auch ein regierungskritischer mexikanischer Journalist ähnliche Phishing-SMS. Dessen Story erzählte Marczak ebenfalls auf dem 33C3-Kongress in Hamburg. Für das Citizen Lab spricht deshalb alles dafür, dass die Angreifer aus den Kreisen der mexikanischen Regierung stammen. Die Kampagnen der Ernährungsexperten könnten zwar nicht als Bedrohung für den Staat oder die Regierung angesehen werden, aber "sie bedrohen gewisse Interessen: Die Umsätze von Unternehmen, die Softdrinks verkaufen, und das Vermögen und der Ruf ihrer Investoren und Verbündeten in der Regierung", heißt es im Untersuchungsbericht.

Sollte der Verdacht zutreffen, hieße das: Staatstrojaner werden nicht mehr nur für viel Geld gekauft und verwendet, um Straftäter zu überführen oder Dissidenten einzuschüchtern. Sondern auch, um die Geschäftsinteressen von korrupten Politikern und ihrer Verbündeten in der Wirtschaft zu schützen.

 Überwachung: Staatstrojaner auf Ernährungsforscher angesetzt

eye home zur Startseite
Signator 15. Feb 2017

§20 auch Widerstandsrecht genannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsrecht Besagt...

blariog 15. Feb 2017

Troll dich einfach...

User_x 14. Feb 2017

Man kann sich rühmen das eine politische Organisation etwas gutes ist und eine kriminelle...

Desertdelphin 14. Feb 2017

Das ist die Geldelite (große Konzerne) und die Politik Elite. Von denen ist keiner links...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Carmeq GmbH, Berlin
  2. Lidl Digital, Leingarten
  3. ESCRYPT GmbH, Bochum
  4. Consors Finanz, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Two Point Hospital

    Sega stellt Quasi-Nachfolger zu Theme Hospital vor

  2. Callya

    Vodafones Prepaid-Tarife erhalten mehr Datenvolumen

  3. Skygofree

    Kaspersky findet mutmaßlichen Staatstrojaner

  4. World of Warcraft

    Schwierigkeitsgrad skaliert in ganz Azeroth

  5. Open Source

    Microsoft liefert Curl in Windows 10 aus

  6. Boeing und SpaceX

    Experten warnen vor Sicherheitsmängeln bei Raumfähren

  7. Tencent

    Lego will mit Tencent in China digital expandieren

  8. Beta-Update

    Gesichtsentsperrung für Oneplus Three und 3T verfügbar

  9. Matthias Maurer

    Ein Astronaut taucht unter

  10. Luftfahrt

    Boeing entwickelt Hyperschall-Spionageflugzeug



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  2. Digitale Assistenten Hey, Google und Alexa, mischt euch nicht überall ein!
  3. MX Low Profile im Hands On Cherry macht die Switches flach

EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform
  3. Breitbandausbau Oettinger bedauert Privatisierung der Telekom

Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

  1. Unterschied zum Honor 7x / Huawei Mate 10 lite?

    Pirx | 18:34

  2. Re: Sinnlos

    beaglow | 18:33

  3. Re: Da hat mal wieder jemand keine Ahnung

    Tommy_Hewitt | 18:33

  4. Wie ist eigentlich die LOC bei der Sojus?

    thinksimple | 18:29

  5. Re: Patienten werden gebeten nicht auf den Fluren...

    theFiend | 18:29


  1. 17:48

  2. 17:00

  3. 16:25

  4. 15:34

  5. 15:05

  6. 14:03

  7. 12:45

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel