Überwachung: Sicherheitsfirmen bringen Tracker an öffentlichen Bäumen an
Private Sicherheitsfirmen nutzen den öffentlichen Raum, um ihre Angestellten zu kontrollieren. Dazu befestigen sie an Bäumen und anderen Gegenständen Trackinghardware, mit der die angestellten Securitys bei ihren Runden verfolgt werden.
Ein solches Deggy Button genanntes Gerät wurde von dem New Yorker Schriftsteller Jeremiah Moss entdeckt, der ein Foto davon auf seinem Instagram-Konto postete. Laut dem Onlinemagazin The Register(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich bei den Geräten um batteriebetriebene, allwettertaugliche Sender, die mit einer Handy-App als Teil eines Wachrundgangssystems kommunizieren.
Eine Sicherheitsfirma aus Florida beschreibt dies als eine Technik zur Überprüfung der Leistungen. "Das Wachpersonal kann genau nachweisen, wann, wo und was es an einem Ort inspiziert hat," erklärte das Unternehmen. Andere Lösungen wie die Tracktik-Software arbeiten mit NFC-Tags, die auf den Routen der Patrouillen angebracht sind.
Ein Sprecher des in der New Yorker Bronx ansässigen Kings Security Service erklärte The Register, dass das Unternehmen Tracking-Tools wie den Deggy Button einsetze, "um unsere Mitarbeiter zu überwachen und sicherzustellen, dass sie ihre Patrouillen durchführen." Die Angestellten hätten nichts dagegen, auf diese Weise überwacht zu werden. Von städtischen Behörden habe man bisher nichts gehört.
Parkverwaltung hat bereits Geräte entfernt
Der New Yorker Parkverwaltung sind die Geräte bekannt: "Wir sind uns bewusst, dass diese Geräte existieren. Sobald wir welche finden, werden sie entfernt – einige wurden bereits entfernt," erklärte die Behörde The Register. In San Francisco sei das bisher kein Problem gewesen, teilte die dortige Behörde mit.
Abgesehen von der Frage, ob es rechtmäßig ist, beispielsweise Parkbäume für derartige Technik zu verwenden, ist auch die Überwachung der Angestellten zumindest fragwürdig.
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