• IT-Karriere:
  • Services:

Überwachung: Russische Behörden fordern Nutzerdaten von Dating-App Tinder

Mindestens ein halbes Jahr müsse Tinder Daten auf Vorrat bereithalten, heißt es in einem Statement der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor. Nicht nur Strafverfolgungsbehörden können die Daten anfordern.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Russland verlangt Daten von Tinder.
Russland verlangt Daten von Tinder. (Bild: Joe Raedle/Getty Images)

Russische Behörden fordern von der Dating-App Tinder die Herausgabe von Nutzerdaten. Die Betreiber von Tinder seien verpflichtet, die Informationen mindestens ein halbes Jahr zu speichern und den Behörden auf Anfrage bereitzustellen, teilte die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor am 3. Juni in Moskau mit. Unter anderem könnten neben der Polizei auch der russische Inlandsgeheimdienst FSB sowie das Innenministerium die Daten verlangen.

Stellenmarkt
  1. SENSIS GmbH, Viersen bei Mönchengladbach
  2. ING Deutschland, Nürnberg

Seit 2016 dürfen die Behörden auf Daten per Gesetz zugreifen, wenn sie kriminelle Machenschaften vermuten oder einem Terrorverdacht nachgehen. Kritiker sehen dies jedoch als Möglichkeit, das Internet stärker zu überwachen und zum Beispiel gegen die Opposition vorzugehen.

Russland scheiterte an Telegram-Blockade

Erst im April hatte das russische Parlament den Weg für ein eigenständiges Internet im Land geebnet. Demnach soll künftig der russische Internetverkehr über Server im eigenen Land gelenkt werden. Nach Angaben des Parlaments soll damit bei einem Ausfall oder einem großen Cyberangriff durch ein anderes Land das Internet unabhängig sein.

Mitte vergangenen Jahres begann Russland damit, den Messenger Telegram zu blockieren - allerdings wenig erfolgreich. Über Proxy-Server kann Telegram weiter genutzt werden. Zuvor war in Russland bereits der Messenger Zello gesperrt worden, eine Art Walkie-Talkie-App, die zwischenzeitlich zur Kommunikation bei Protesten in Russland eingesetzt wurde. Weil Zello auf Amazons AWS-Dienste auswich, blockierte die russische Behörde für Telekommunikationsregulierung Roskomnadzor zwischenzeitlich bis zu 13,5 Millionen IP-Adressen von AWS.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 16,99€
  2. 23,99€
  3. 31,99€

Prypjat 04. Jun 2019

Also bitte ja! Wir wollen mal sachlich bleiben. Wenn es der Ami macht - GUT Wenn es der...

User_x 04. Jun 2019

Ingame Chats, Google Docs gemeinsam bearbeiten, Teamspeak, lovoo, tinder, oder vm mit...

Yian 04. Jun 2019

meine Güte, sind die hinterher Vorratsdatenspeicherung haben wir doch schon ganz...


Folgen Sie uns
       


    •  /