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Andere von Kaspersky entdeckte Spionagewerkzeuge der NSA
Andere von Kaspersky entdeckte Spionagewerkzeuge der NSA (Bild: Kaspersky)

Überwachung: NSA wertet Telefonate mit Spracherkennung aus

Andere von Kaspersky entdeckte Spionagewerkzeuge der NSA
Andere von Kaspersky entdeckte Spionagewerkzeuge der NSA (Bild: Kaspersky)

Der US-Geheimdienst ist technisch in der Lage, Gesprochenes nach Keywords zu durchsuchen. Dies vereinfacht die Auswertung mitgeschnittener Telefonate deutlich.

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Mittels Spracherkennungssoftware kann die NSA Gesprochenes auswerten. Dokumente des US-Whistleblowers Edward Snowden zeigen, dass der US-Dienst etwa mitgeschnittene Telefonate nach bestimmten Suchbegriffen durchsuchen kann, um Verdächtigen auf die Spur zu kommen, wie das US-Blog The Intercept berichtet.

In den Dokumenten sei beschrieben, dass die NSA im großen Stil Computerprogramme entwickelt habe, um das Gesprochene zu extrahieren und in lesbaren Text zu verwandeln, den die Geheimdienstler dann nach bestimmten Suchbegriffen durchforsteten.

Angewandt habe der Dienst dies bereits bei der Überwachung von Quellen in Afghanistan und im Irak sowie in Lateinamerika. Der genaue Umfang der Nutzung bleibe aber unklar, heißt es in dem Bericht. Die Behörde sage dazu nichts.

Zudem geschehe dies ohne jede öffentliche Aufsicht. Der US-Kongress sei ahnungslos.

Unter Datenschützern herrscht Unruhe angesichts der Aktivitäten: "Die Menschen verstehen nicht, dass sich die Effizienz von Überwachung total verändert hat", zitiert das Blog den Freiheitsrechtler Jennifer Granick des Stanford Center for Internet and Society. Fraglich sei: Wenn die NSA die Fähigkeit besitze, wie werde sie diese Fähigkeit einsetzen? "Werden demnächst alle Gespräche der Amerikaner zwischengespeichert, transkribiert und durchsucht? "

Auch der Bundesnachrichtendienst kann das

Der US-Whistleblower Thomas Drake, ausgebildeter Kryptosprachwissenschaftler und bis 2008 bei der NSA, sagte, es habe nach dem 11. September 2001 große Anstrengungen gegeben, die bereits damals gesammelte, große Menge an Telefonaten und Sprachkommunikation auszuwerten. Die Forschung daran hatten die Amerikaner laut The Intercept bereits in den 1970er Jahren begonnen. Die Herausforderung dabei ist, die oft durch Störgeräusche überlagerten Worte sauber zu erkennen. Ein erstes funktionsfähiges Programm habe die NSA bereits 2001 gehabt, zitiert das Blog aus den Snowden-Dokumenten. Seitdem sei die Technologie immer besser und billiger geworden.

Doch nicht nur die NSA ist zur Spracherkennung von Telefonaten in der Lage. Auch der Bundesnachrichtendienst hat eine solche Datenbank. Sie heißt InBe, ein Akronym für Inhaltliche Bearbeitung. Darin sammeln die Geheimdienstler Telefongespräche, E-Mails und Faxe, in denen vor allem Ausländer Dinge besprochen haben, die aus Sicht des BND für Deutschland gefährlich und relevant sind. Wie groß diese Datenbank ist und wie viele einzelne Gespräche darin liegen, ist nicht bekannt. Die einzige Auskunft dazu lautet: Aktuell seien "mehrere Hunderttausend Daten" darin gespeichert, auch von deutschen Staatsbürgern. Was "Daten" in diesem Zusammenhang bedeutet, ist unklar.

Von der Software zum Aussortierer bis Pullach

Höchstwahrscheinlich wird darin automatisch nach bestimmten Schlagwörtern und Hinweisen gesucht. Von der Software als auffällig identifizierte Mitschnitte sieht sich dann ein Mitarbeiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen genauer an. Sind sie nach seiner Meinung interessant, erstellt er oder sie daraus ein "Meldungsvorprodukt" - eine Art Zusammenfassung des Inhalts. Die geht in die Zentrale des Nachrichtendienstes nach Pullach, wo sie von Auswertern weiterverarbeitet wird.

Die Aktivitäten des BND sind nicht weniger umstritten als die der NSA. Die Pullacher Beamten betrieben unter anderem die Datenbank InBe jahrelang, ohne dass es die dazu vom Gesetz geforderte Genehmigung und Kontrolle gab. Die BND-Datenschutzbeauftragte sagte, sie habe erst von der Existenz der Datenbanken erfahren, als sie schon eine Weile dort gearbeitet habe. Der Bundesdatenschutzbeauftragte kannte sie gar nicht und das Kanzleramt hat sie nie offiziell genehmigt.


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Pete Sabacker 07. Mai 2015

Genau das ist die Idee der Demokratie: Stabilität in die ganze Sache bringen. Das kann...

rugel 06. Mai 2015

Der geneigte User hängt doch schon lange "NSA Tags" an Mails von diversen Freemail...

holysmoke 06. Mai 2015

Danke.

zu Gast 06. Mai 2015

Jup http://thomas.loc.gov/cgi-bin/query/F?c107:1:./temp/~c107Ox4uhI:e52851:

sky_net 06. Mai 2015

Würde mich nicht wundern, wenn man damit die Dialekte wieder Salonfähiger bekommt. Wenn...



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