Überwachung: NSA dementiert Sammlung von Bildern für Gesichtserkennung
Die US-Geheimdienstbehörde nutzt das vor kurzem bekannt gewordene Programm zur Gesichtserkennung nach eigenen Angaben nicht routinemäßig gegen US-Bürger. Die Technologie werde lediglich verwendet, um Informationen über Zielpersonen im Ausland zu sammeln, hieß es. Am Wochenende waren neue Snowden-Berichte aufgetaucht , denen zufolge die NSA das Internet mit einem Gesichtserkennungsprogramm durchsucht, um weltweit Menschen zu identifizieren.
"Wir haben sehr genaue Beschränkungen, wenn es um die Erfassung der Daten von US-Bürgern geht" , sagte der neue NSA-Chef Admiral Michael S. Rogers am Dienstag auf der Bloomberg Government Cybersecurity Conference(öffnet im neuen Fenster) in Washington. Wie genau die Einschränkungen aussehen, ließ der Behördenchef offen. Grundsätzlich müsse die NSA für die Überwachung von US-Bürgern auch dann eine Genehmigung einholen, wenn es einen Zusammenhang zu Ermittlungen im Ausland gebe.
Keine Speicherung von Führerscheindaten
Die Behörde sammle anders als in Medienberichten behauptet auch keine Daten von Führerscheinen oder Reisepässen, um an Bilder zu kommen, versicherte Rogers. Für die Verfolgung von Zielpersonen im Ausland werde die Technologie dagegen eingesetzt.
In Bezug auf den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden sagte Rogers, er glaube nicht, dass der Whistleblower bei seinen Enthüllungen alleine gehandelt habe. Gleichzeitig bezeichnete er es im Gegensatz zu seinem Vorgänger Keith Alexander und US-Abgeordneten wie dem Republikaner Mike Rogers als unwahrscheinlich, dass Snowden mit ausländischen Geheimdiensten zusammengearbeitet habe.
Rogers hatte den Chefposten in der Behörde vor zwei Monaten übernommen und bemüht sich seitdem um mehr Transparenz.
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