Überwachung: Lass dich tracken, damit Facebook und Insta kein Geld kosten

Unter iOS fordern Facebook und Instagram ihre Nutzer auf, appübergreifendes Tracking zu erlauben. So blieben die Apps kostenlos.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo von Instagram
Logo von Instagram (Bild: M. H./Pixabay)

Facebook und dessen Tochter Instagram haben damit begonnen, ihre Nutzerschaft unter iOS 14.5 um eine Erlaubnis zum appübergreifenden Tracking zu bitten und damit auf eine neue Datenschutzfunktion von Apple zu reagieren. Dazu blenden sie einen Hinweis ein, der die Vorteile des Trackings erklären soll: Demzufolge erhalten die Nutzer besser auf sie zugeschnittene Werbung, unterstützen Firmen, die auf Werbung angewiesen sind und sorgen dafür, dass Facebook und Instagram auch in Zukunft kostenlos bleiben.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Software Developer (m/w/d)
    STABILO International GmbH, Heroldsberg
  2. Test Analyst / Software Test Engineer (m/w/d)
    GK Software SE, Berlin, Chemnitz, Jena, Schöneck, Sankt Ingbert
Detailsuche

Letzteres wird von einigen Nutzern als Drohung aufgefasst, dass Facebook in Zukunft Geld statt Daten als Bezahlung für seine Dienste verlangen könnte. Dabei ergab eine repräsentative Umfrage im Januar, dass rund die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland bereit sei, für die Dienste von Google und Facebook zu bezahlen, wenn dafür ihre Daten nicht gesammelt, verarbeitet und verkauft würden.

Mit dem Hinweisdialog möchte Facebook das darauffolgende Pop-up-Fenster von Apple erklären: Dort können iOS-Nutzer entscheiden, ob sie Facebook Zugriff auf die gerätespezifische Werbe-ID (IDFA, Identifier for Advertising) unter iOS gewähren möchten. Das nennt Apple App Tracking Transparency (ATT). Damit muss jedes Werbenetzwerk in jeder App eine Erlaubnis einholen, bevor es auf die Werbe-ID zugreifen kann.

Apples Datenschutzfunktion erschwert appübergreifendes Tracking

Wenn der Zugriff auf die Werbe-ID verweigert wird, bedeutet das jedoch nicht, dass die App keine Daten mehr sammelt. Diese kann wie gewohnt jede Eingabe, jeden Fingertipp und jeden Wisch überwachen und die Nutzungsgewohnheiten und -zeiten ermitteln und an unzählige Werbenetzwerke und Trackingdienste übermitteln.

Golem Akademie
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Doch ohne die Werbe-ID ist es für die Werbenetzwerke erheblich schwieriger, die in den verschiedenen Apps gesammelten Daten mit einer bestimmten Person in Verbindung zu bringen. Apple schränkt also das Tracking ein, verhindert es aber bei weitem nicht komplett.

Dennoch haben Nutzer unter iOS immerhin die Wahl, ob sie appübergreifend getrackt werden möchten oder nicht. Aus Datenschutzsicht auf jeden Fall ein Gewinn, der aber noch ausbaufähig ist. Vergleichbares gibt es unter Android derzeit nicht, wobei in googlefreien Androids schlicht keine Werbe-ID existiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lachser 10. Mai 2021

"Auf mich zugeschnittene Werbung" klingt so unglaublich positiv. Den Satz lese ich öfters...

T2FZ3 05. Mai 2021

Also ich bin dafür, dass deren Apps etwas kosten. Ja unbedingt sogar. Es sollen endlich...

Isodome 05. Mai 2021

Welche soziale Netzwerk, dass auch nur ansatzweise den Funktionsumfang von Facebook hat...

Isodome 05. Mai 2021

Das ist so derart weltfremd, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Es gibt Millionen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG HU915QE
Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
Artikel
  1. Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
    Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
    Was Fahrgäste wissen müssen

    Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

  2. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder: Bundesinnenministerin Faeser ändert Ansicht zu Chatkontrolle
    Sexualisierte Gewalt gegen Kinder
    Bundesinnenministerin Faeser ändert Ansicht zu Chatkontrolle

    Ursprünglich hat die Sozialdemokratin die geplante EU-Überwachung des Internets befürwortet. Nun sagt sie etwas anderes zur Chatkontrolle.

  3. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /