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Im Netz zu verschwinden, ist schwierig.
Im Netz zu verschwinden, ist schwierig. (Bild: Dan Kitwood/Getty Images Europe)

Die Fragmentierung macht es Behörden leichter

Auch Fragmentierung, also das Vorhandensein vieler verschiedener Geräte und Versionen, behindert angeblich die Verschlüsselung. Als Beispiel geben die Experten Android an. So kann Google zwar das Betriebssystem mit vorinstallierten Apps ausliefern, die Kommunikation verschlüsseln, aber Handy-Hersteller und Netzanbieter können sie entfernen und das Smartphone mit eigenen Apps ausliefern, die keine Verschlüsselung bieten. Schließlich haben auch die Firmen ein kommerzielles Interesse daran, die unverschlüsselten Daten der Nutzer auszuwerten.

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Veraltete Versionen des Betriebssystems sind ebenfalls ein Problem. Android-Sicherheitslücken wie Stagefright betreffen noch immer Millionen Geräte, da viele Hersteller keine oder nur unregelmäßig Updates liefern. Auch bislang unveröffentlichte Schwachstellen, sogenannte Zero-Days, können deshalb unter Umständen lange unentdeckt bleiben. Und nicht zuletzt bieten die zahlreichen Apps in Googles Play Store zwar jede Menge Auswahl für die Nutzer. Eine umfassende Verschlüsselung aber nutzen sie nicht - und das ist gut für die Geheimdienste.

Alles verbunden, alles abgehört

Als letzten Punkt gehen die Experten auf das Internet der Dinge ein. Ihre These: Vernetzte Sensoren werden in Zukunft in vielen alltäglichen Gegenständen zu finden sein, vom Toaster bis zur Zahnbürste. Ein verschlüsseltes Gespräch über das Smartphone bringt wenig, wenn das Mikrofon eines Fernsehers die eine Seite des Gesprächs aufzeichnet und unverschlüsselt an den Hersteller sendet, die Webcam über das Internet aus angreifbar ist oder das vernetzte Auto fleißig Standortdaten sendet.

Diese Szenarien sind zugegeben theoretisch. Bis alle Haushaltsgegenstände vernetzt sind, wird es noch eine Weile dauern. Auch liefern die Autoren des Berichts keine Erklärung dafür, weshalb Geheimdienste genau Interesse daran haben sollten, etwa die Google-Dokumente in der Cloud zu überwachen. Vielmehr geht es um die angstschürende Rhetorik der Behörden, mit der regelmäßig gegen sichere Kommunikation mobil gemacht wird.

Eine Rhetorik, die nach Ansicht der Experten irreführend ist. Geheimdienste haben weiterhin verschiedene Möglichkeiten, Verdächtige zu überwachen, trotz Verschlüsselung. Und trotz Vorstößen von Unternehmen wie Apple oder Google ist es unrealistisch, dass künftig sämtliche Softwarehersteller, Cloud- und Webdienste komplett auf die Erhebung von Nutzerdaten verzichten werden.

Die Experten fordern daher die richtige Balance zwischen Privatsphäre und Sicherheit. Und raten den Strafverfolgern und Geheimdiensten, sicherlich auch etwas ironisch: "Keine Panik, so schnell taucht in der vernetzten Gesellschaft niemand unter."

 Überwachung: Ich bin dann mal nicht weg

eye home zur Startseite
Sandeeh 24. Jun 2016

Sicherlich sind viele nicht zu faul, aber einfach zu verdrossen & öhnmächtig, da...

Zzimtstern 04. Feb 2016

Solange das Wohl der Gesamtheit der Masse dem Wohl des Einzelnen übergestellt wird...

Zzimtstern 04. Feb 2016

Diese Firmen speichern alles über dich. Es lässt sich sehr viel von deinem Alltags-Leben...

Roudrigez Merguez 03. Feb 2016

Ich kommentiere hier eine Meldung, das ist der Kontext. Ist gar nicht so schwierig zu...



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