Überwachung: Googles Smart Display zeigt Bild einer fremden Nest-Kamera

Es möchte eigentlich keiner erleben, dass fremde Menschen auf die Bilder der eigenen Überwachungskamera zugreifen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Googles Nest Hub ist ein smartes Display mit Google Assistant.
Googles Nest Hub ist ein smartes Display mit Google Assistant. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Es gibt erneut Ärger mit einem Smart Display von Google im Zusammenhang mit Überwachungskameras: In diesem Fall ist eine Nest-Kamera involviert, die ebenfalls von Google angeboten wird. Der Besitzer eines Nest Hub sah plötzlich das Videobild einer fremden Nest Hello Videotürklingel. Android Police sprach mit dem Besitzer des Nest Hub und ließ sich den Vorfall bestätigen, von dem es auf Reddit einen Videomitschnitt gibt.

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In dem aktuellen Fall aktivierte sich die Kamera, als eine Person die Videotürklingel betätigte. Das Videobild wurde auf dem Nest Hub einer anderen Person angezeigt. Der Nest Hub ist ein smartes Display, das über den Google Assistant mit der Stimme gesteuert wird.

Der Besitzer des Nest Hub gab an, dass das Videobild nicht aus seiner näheren Umgebung komme. Damit könne ausgeschlossen werden, dass der Fehler aufgrund einer fehlerhaften oder übernommenen WLAN-Verbindung passiert sei. Google bestätigte Android Police den Vorfall, der derzeit untersucht wird. Noch ist unklar, wie es zu dem Fehler kam.

Ähnlicher Vorfall mit Xiaomi-Kameras

Anfang des Jahres gab es einen ähnlichen Vorfall: Auf Googles Nest Hub wurde das Videobild einer fremden Xiaomi-Überwachungskamera angezeigt - der Besitzer des Smart Displays konnte so in eine fremde Wohnung schauen. Dabei erhielt er ein Livebild und konnte alle Aktivitäten verfolgen, die im Blickfeld der Kamera waren.

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Als Reaktion darauf wurde die Verbindung zwischen Xiaomi-Kameras und Google-Konten gekappt - das galt für alle Kunden, die eine solche Kombination einsetzten. Nach Xiaomi-Angaben trat das Problem durch ein "Cache-Update am 26. Dezember 2019 auf". Damit sollte "die Streamingqualität der Kamera" verbessert werden. Das Problem sei "nur in extrem seltenen Fällen aufgetreten", hieß es damals. Etwa zwei Wochen später wurde die Verbindung zwischen Xiaomi-Kamera und Google-Konto wiederhergestellt.

Cloud-Kameras versprechen eine höhere Sicherheit, können diese aber bei Angriffen nicht liefern, wie ein Test von Golem.de im Oktober 2019 zeigte. Wir konnten mehrere WLAN-Kameras verschiedener Hersteller ohne großen Aufwand ausknipsen, ohne das Kennwort des verwendeten WLAN-Netzwerks zu kennen.

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yumiko 15. Mai 2020

"Cloud-Kameras versprechen eine höhere Sicherheit, können diese aber bei Angriffen nicht...

Isodome 15. Mai 2020

Ich finde, in den ganzen Datenschutz Debatten wie dieser hier, dass die Risiken zu...



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