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Überwachung: Google will weniger Daten mit Werbeunternehmen teilen

Nach Beschwerden von Bürgerrechtsorganisationen möchte Google die Datenweitergabe an potentielle Werbekunden einschränken. Kritiker sehen jedoch keine wirkliche Verbesserung.

Artikel veröffentlicht am ,
Weniger Kontextdaten für potenzielle Bieter
Weniger Kontextdaten für potenzielle Bieter (Bild: Denis Charlet/AFP via Getty Images)

Im Streit um die Weitergabe von persönlichen Informationen von Webseitenbesuchern geht Google einen Schritt auf Datenschutzbehörden und Bürgerrechtsorganisationen zu. Das Unternehmen kündigte an, ab Februar 2020 keine Informationen mehr über die Art des Inhalts einer Webseite oder einer App an die Werbetreibenden weiterzugeben, bevor diese ein Gebot abgegeben haben.

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"Diese Änderung trägt dazu bei, dass jeder Teilnehmer unserer Auktionen in der Lage ist, einzelne Anzeigenbezeichnungen mit kontextabhängigen Inhaltskategorien von Google in Verbindung zu bringen", erklärte die Google-Managerin Chetna Bindra. Kritiker halten dem Unternehmen vor, dass weiterhin persönliche Informationen übertragen würden. Zuerst hatte das Magazin Bloomberg berichtet.

Im Juni haben zwölf Bürgerrechtsorganisationen Beschwerden bei den Datenschutz-Aufsichtsbehörden von neun EU-Mitgliedstaaten eingereicht. Die Echtzeitauktionen (Real Time Bidding, kurz RTB) für Internetwerbung seien nicht mit der Datenschutzgrundverordnung vereinbar, da die persönlichen Daten von Webseitenbesuchern wie Browserverlauf oder Standort, aber auch sexuelle Orientierung oder sogar eindeutige ID-Codes in Echtzeit an Tausende von Unternehmen weitergereicht würden.

Die Beschwerden richten sich dabei zum einen gegen OpenRTB, das von fast allen Unternehmen in der Onlinemedien- und -werbebranche verwendet wird, unter anderem von Facebook und Twitter. Zum anderen geht es gegen das Google-eigene System der Authorized Buyers, das vor kurzem noch DoubleClick Ad Exchange (kurz AdX) hieß. Bereits im Mai hat die irische Datenschutzbehörde eine Untersuchung gegen Google eingeleitet.

Kritiker sehen in Googles Ankündigung keine wirkliche Verbesserung. "Google wird immer noch Auktionsangebote an unzählige Unternehmen senden, die detaillierte Informationen darüber enthalten, was wir im Internet ansehen, anhören oder lesen", sagte Johnny Ryan von Brave Browser zu Bloomberg. Zudem enthielten Auktionsangebote den Ort, an dem man sich befinde und genügend Daten, um Informationen über die Nutzer zu verknüpfen.

Eine Studie der Universitäten Minnesota, California Irivine und Carnegie Mellon zeigt zudem, dass personalisierte Werbung nur einen geringen Mehrwert bietet. Im August kündigte Google an, die Internetnutzer in Zukunft anders tracken zu wollen, zudem steht Google in der Kritik, weil das Unternehmen plant, eine Schnittstelle im Chrome-Browser zu beschränken, die von Werbeblockern verwendet wird. Die französische Datenschutzbehörde CNIL hat im Januar 2019 ein Bußgeld in Höhe von 50 Millionen Euro gegen Google verhängt.

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