Überwachung: Clownsmaske besiegt Gesichtserkennung

Software, die Gesichter automatisch erkennt, wird inzwischen auch bei uns im öffentlichen Raum getestet. Ein US-Computersicherheitsexperte hat herausgefunden, wie Passanten sich schminken müssen, um der Gesichtserkennung zu entgehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Juggalo bei einer Demonstration in Washington im September 2017: veränderte Gesichtskontur
Juggalo bei einer Demonstration in Washington im September 2017: veränderte Gesichtskontur (Bild: Al Drago/Getty Images)

Clowns bleiben anonym: Make-up, das bestimmte Linien im Gesicht verändert, kann Gesichtserkennungssoftware aushebeln. Die ist dann nicht in der Lage, das Gesicht zu erkennen, wie der US-Computersicherheitsexperte Tahkion herausgefunden hat.

Stellenmarkt
  1. Cloud Architekt mit Schwerpunkt AWS (m/w/d)
    samecon GmbH & Co. KG, Eschborn
  2. Stellvertretender Teamleiter Entwicklung (m/w/d)
    Otto Harrandt GmbH, Leutenbach
Detailsuche

Festgestellt hat Tahkion das anhand der Gesichtsbemalung der Juggalos - so nennen sich die Fans der US-Rap-Gruppe Insane Clown Posse. Sie schminken sich die Gesichter schwarz und weiß. Auf der weißen Grundierung bildet das Schwarz eine Linie oberhalb des Kinns - und genau das überlistet die Software.

Die neuronalen Netzwerke seien darauf trainiert, Kontraste von Merkmalen im Gesicht zu erkennen, schreibt er auf Twitter. Das sind Augen, Augenbrauen, Nase, Mund und eben die Kieferlinie, die die Kontur des Gesichts bildet.

Die Juggalo-Schminke verändert diese Linie. Da sie einen harten Kontrast bildet, erkennt die Software eine ganz andere Kieferlinie als die, die das Gesicht tatsächlich begrenzt. Für die Software passt damit das geschminkte Gesicht nicht mehr mit dem in der Datenbank gespeicherten zusammen.

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    10.–14. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das gehe aber nicht mit jeder Schminke, sagt Tahkion. Corpsepaint etwa, eine bei bestimmten Spielarten des Metal beliebte Gesichtsbemalung, reicht da nicht aus, wie er am Beispiel eines Bildes aus dem isländischen Film Metalhead zeigt. "Es sieht so aus, als besiege das Juggalo-Make-up Gesichtserkennung. Wenn ihr der Überwachung entkommen wollt, werdet Juggalos, schätze ich", resümiert Tahkion.

Gesichtserkennungssysteme werden immer häufiger eingesetzt. Amazon etwa hat eine solche Software entwickelt, die auch an Strafverfolgungsbehörden verkauft wird, wogegen Aktionäre und Bürgerrechtler protestiert haben.

In China etwa sind solche Systeme sehr effizient im Einsatz für die Überwachung. Polizisten verfügen sogar über mobile Systeme, um Gesuchte auf Streife aufzuspüren. Hierzulande testen Bundespolizei und Bundesinnenministerium seit vergangenem Jahr Überwachungskameras mit Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Neuro-Chef 10. Jul 2018

wie geil :D

Neuro-Chef 10. Jul 2018

(Elektro-)Rollstuhl!

Neuro-Chef 10. Jul 2018

In die Richtung geht das mit den "Cloud-Virenscannern", auch dem bei Windows 10...

storm009 06. Jul 2018

Wenn jetzt alle Sozial-Media-Nutzer ein Clowns-Foto von sich posten, brauchen die...

countzero 05. Jul 2018

Das mag im Alltag so sein, aber gerade in Situationen, wo du vielleicht besonderen Wert...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitcoin und Co.
Kryptowährungen stürzen ab

Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen haben ein schlechtes Wochenende hinter sich. Bitcoin liegt fast 20 Prozent unter dem Wert der Vorwoche.

Bitcoin und Co.: Kryptowährungen stürzen ab
Artikel
  1. Virtueller Netzbetreiber: Lycamobile ist in Deutschland insolvent
    Virtueller Netzbetreiber
    Lycamobile ist in Deutschland insolvent

    Lycamobile im Netz von Vodafone ist pleite. Der Versuch, über eine Tochter in Irland keine Umsatzsteuer in Deutschland zu zahlen, ist gescheitert.

  2. Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
    Arbeiten bei SAP
    Nur die Gassi-App geht grad nicht

    SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
    Von Elke Wittich

  3. VATM: Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten
    VATM
    Telekommunikationsverband will Bundesnetzagentur aufspalten

    Die beiden großen Telekommunikationsverbände VATM und Breko sind hinsichtlich einer Spaltung der Bundesnetzagentur gespalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /