Überwachung: Berlin prüft Logistik-Software von Zalando

Zur Optimierung der Arbeitsabläufe setzt Zalando spezielle Software ein. Dadurch fühlen sich Logistik-Beschäftigten stark kontrolliert.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine weitere interne Zalando-Software wird geprüft.
Eine weitere interne Zalando-Software wird geprüft. (Bild: Kirsten Donovan/Reuters)

Die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk überprüft die Logistiksoftware des Online-Händlers Zalando auf mögliche Datenschutzverstöße. Das sagte die Behördensprecherin Dalia Kues auf Anfrage von Golem.de und bestätigte damit einen Bericht von Business Insider. Es handelt sich dabei um die beiden Software-Systeme Zalos und Zafeto, die die Arbeitsabläufe der Beschäftigten in den Logistikzentren des Unternehmens steuern.

Stellenmarkt
  1. Sales Management Support (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Zwickau
  2. Referent Distributionslogistik/IT (m/w/d)
    BSH Hausgeräte GmbH, Giengen
Detailsuche

Dem Bericht zufolge wurde Anfang Januar 2020 bereits ein Prüfverfahren eingeleitet. Diesen Termin konnte die Behörde auf Anfrage nicht bestätigen. Es sei derzeit unklar, wie lange die Prüfung noch dauern werde. Kues verwies darauf, dass die thüringische Datenschutzbehörde die Software bereits in einem Logistikzentrum in Erfurt geprüft und für rechtmäßig befunden habe. Doch bei dieser Prüfung sei die neue EU-Datenschutzgrundverordnung noch nicht berücksichtigt worden, die im Mai 2018 zur Anwendung gelangte. Die Software erscheine auf den ersten Blick "sehr überwachungsintensiv", sagte Kues, so dass eine genauere Prüfung angeraten sei.

Business Insider hatte Mitte Mai 2020 über den Einsatz der Software berichtet. Über sogenannte MDs (Mobile Datenspeicher) werden demnach die Arbeitsabläufe der Beschäftigten gesteuert. Die Geräte teilen den Beschäftigten die Aufträge zu, einen bestimmten Artikel aus dem Lager zu entnehmen. Dabei werden über das System die Standzeiten ebenso erfasst wie die Menge und Schnelligkeit der erledigten Aufträge (Picks). Dadurch wird die Arbeit der Beschäftigten komplett durchleuchtet und meist alle vier Wochen in Feedbackgesprächen von deren Vorgesetzten beurteilt. Ein Mitarbeiter sagte Business Insider, dass ihm die vielen Bewertungen und Analysen seiner Arbeitsleistung zu schaffen machten. "Es fühlt sich so an, als ob sie mir die Luft zum Atmen nehmen", sagt er.

Die Berliner Datenschutzbehörde prüft seit Ende 2019 bereits eine weitere Software, die bei Zalando im Einsatz ist. Zonar dient dabei zur gegenseitigen Bewertung von Beschäftigten. Die Prüfung steht der Behörde zufolge kurz vor dem Abschluss. Damals hatten die Datenschützer Zalando empfohlen, die Software vorläufig nicht mehr zu nutzen. Das sei bei Zalos und Zafeto nicht der Fall gewesen, da die Software schon einmal in Thüringen geprüft worden sei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Apple Watch Series 7 im Test
Sportliches Schnellladen trifft Leuchtstärke

Quick Charge macht den Unterschied: Das neue Ladesystem bringt bei der Apple Watch Series 7 erstaunlich viel Komfortgewinn im Alltag.
Von Peter Steinlechner

Apple Watch Series 7 im Test: Sportliches Schnellladen trifft Leuchtstärke
Artikel
  1. Kooperation: Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt
    Kooperation
    Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt

    Während der ADAC seine Kunden bereits informiert hat, schweigt Amazon Deutschland noch zum Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin.

  2. Truth Social: Donald Trump will eigenes soziales Netzwerk gründen
    Truth Social
    Donald Trump will eigenes soziales Netzwerk gründen

    Da der ehemalige US-Präsident Donald Trump bei Twitter und Facebook gesperrt ist, will er nun sein eigenes Netzwerk.

  3. Nintendo Switch: Deutscher Jugendschutz sperrt Dying Light in Australien
    Nintendo Switch
    Deutscher Jugendschutz sperrt Dying Light in Australien

    Das frisch für die Switch veröffentlichte Dying Light ist in Europa und in Australien nicht erhältlich - wegen des deutschen Jugendschutzes.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • HP Herbst Sale bei NBB: Bis zu 500€ Rabatt auf Gaming-Notebooks, Monitore uvm. • Kingston RGB 32GB Kit 3200 116,90€ • Samsung-Monitore (u. a. 24" FHD 144Hz 169€) • Nur noch heute: GP Anniversary Sale • Bosch Professional zu Bestpreisen • Sandisk Ultra 3D 500GB 47,99€ [Werbung]
    •  /