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Kameras mit und ohne Funk

Deutlich komplizierter wird es, wenn Funkkameras in einem WLAN gefunden werden sollen, auf das man keinen Zugriff hat. Die Signale von WLAN-Geräten könnten von einem Spektrumanalyzer erfasst und dargestellt werden, sagt Lentz. Mit diesen Geräten lassen sich nicht nur funkende Kameras, sondern auch Wanzen und andere Überwachungstechnik entdecken. Allerdings können derlei Geräte durchaus mit Kosten im fünfstelligen Bereich zu Buche schlagen. Wurde ein verdächtiges Signal mit dem Spektrumanalyzer identifiziert, lasse sich dessen Quelle mit einer Nahfeldsonde suchen und bis auf fünf Zentimeter genau orten, erzählt der Ermittler. Solche Technik sei jedoch nichts mehr für den Privatverbraucher bei Airbnb, zumal mit dieser Technik nur funkende Kameras ausfindig gemacht werden können.

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"Erfahrungsgemäß kommen eher Speicherkarten zum Einsatz, denn wenn so etwas über das WLAN gemacht wird - und damit schließt sich der Kreis -, können die Kameras auch leichter von den Gästen entdeckt werden, wenn sie in demselben WLAN sind"m erklärt Lentz. Zudem benötige WLAN unglaublich viel Strom.

Etwa die Hälfte der von Lentz' Detektei entdeckten heimlichen Videoüberwachungskameras wurden mit einem Akku betrieben. Für Rauchmelder gebe es mittlerweile Kameras mit Akkus, die 70 bis 80 Betriebsstunden schaffen. Die andere Hälfte sei direkt an das Stromnetz angeschlossen gewesen, berichtet der Detektiv.

Kameras abkleben, aber nicht ausbauen

Wird eine Kamera gefunden, sollte sie allerdings keinesfalls ausgebaut werden. "Das könnte Ihnen als Diebstahl ausgelegt werden", erklärt Lentz. "Nur weil da eine Kamera ist, heißt das ja nicht, dass sie auch benutzt wird. Streng genommen können Sie eigentlich nur die Kamera abkleben und das Vermittlungsportal informieren - oder sofort gehen. Aber die Kamera auszubauen, das könnte rechtliche Probleme nach sich ziehen."

Laut den Geschäftsbedingungen von Airbnb müssen die Vermieter grundsätzlich auf Überwachungsgeräte hinweisen - auch wenn diese nicht in Betrieb sind. "Außerdem sind Überwachungskameras und andere Aufnahmegeräte, die sich in bestimmten privaten Bereichen (zum Beispiel in Schlaf- und Badezimmern) befinden oder diese Bereiche überwachen, nicht erlaubt, unabhängig davon, ob auf diese Geräte hingewiesen wurde oder nicht", heißt es von Airbnb.

Grundsätzlich sei es nicht verboten, eine Kamera in seiner Wohnung einzubauen. Es sei jedoch verboten, heimlich Bildaufnahmen zu machen, erklärt Lentz. "Im Falle einer Kamera mit einer SD-Karte kann der Mieter auf dieser nachsehen, ob etwas aufgezeichnet wurde", sagt der Privatermittler. Finde der Mieter Aufnahmen von sich auf der SD-Karte, sollte er die Polizei rufen und Anzeige erstatten, rät Lentz.

Die gute Nachricht ist: Man kann alle Kameras finden. Die schlechte ist: Es ist wahnsinnig aufwendig. Ganz sicher sein, dass es keine Kamera gibt, können sich Mieter allerdings nie. Lentz rät daher: "Aufmerksam die Angebote und die Wohnung studieren und bei einem schlechten Bauchgefühl: Finger weg!"

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 Ein Laser gegen Kameras
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Raginmund 02. Jul 2019

Es sind doch nicht nur die, Regierungen sind noch viel schlimmer, nicht selten sind diese...

Kelran 02. Jul 2019

Ja, und? Dann zahlt man die defekte Kamera und der Eigentümer hat eine Strafanzeige am...

Kelran 02. Jul 2019

Wenn man eine Wohnung (exklusiv) mietet, sind WLAN-basierte Spionagegeräte das geringste...

Bluejanis 02. Jul 2019

Wie die sich selbst sehen ist aber relativ egal. Das haben Gerichte zu entscheiden. Ich...

Avarion 01. Jul 2019

Obendrein ist es für einen Wohnungsbesitzer viel leichter eine eigene Kamera einzubauen...


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